Wohin geht die Reise beim Thema Daten?

Auch wenn eine spannende Podiumsdiskussion zu den Themen Open Datacheck und die weitere Entwicklung von ELBRRIDGE nicht stattfinden kann, haben wir uns bei den Marktteilnehmern im dreistufigen Vertrieb umgehört. Lesen Sie die Statements.

Datenstrukturen und die Nutzung von Standards seitens der Branchenteilnehmer sind eine Grundvoraussetzung.“

ElektroWirtschaft: Wie stellen Sie sich den idealen Datenaustausch zwischen den Branchenteilnehmern vor?

Thorsten Ludewig: Einen idealen Datenaustausch sollte man differenziert betrachten, denn für verschiedene Arten von Daten gibt es individuelle Anforderungen an Aktualität, Umfang oder Zielgruppe je Vertriebsstufe.

Derzeit sollten produktrelevante Daten entsprechend des individuellen Produktlebenszyklus möglichst umfangreich seitens der Hersteller in strukturierter, standardisierter Form bereitgestellt werden – innerhalb der Branche zukünftig vorzugsweise zentral (Open Datacheck), wobei der Umfang der Informationen stetig wächst. Jede Handelsstufe kann weitere Daten dynamisch generieren und individualisiert zur Verfügung stellen.

Ergänzend sollten prozessrelevante Daten (Verfügbarkeiten, Preise o.ä.) innerhalb der Vertriebswege in Echtzeit bereitgestellt werden.

Meines Erachtens wird mittel- bis langfristig der dynamische Zugriff auf die Daten erheblich ausgebaut. Einen „idealer Datenaustausch“ wird somit immer weniger zum Austausch denn zum Datenzugriff. Sehr hohe Datenqualität, saubere Datenstrukturen und die Nutzung von Standards seitens der Branchenteilnehmer sind hierbei Grundvoraussetzung.

ElektroWirtschaft: Wie haben sich die Reaktionen der Marktteilnehmer bezüglich ETIM und ELBRIDGE entwickelt und welche Erwartungen haben Sie an ELBRIDGE 2.0?

Thorsten Ludewig: ETIM Deutschland ist seit Jahren eine feste Größe im Bereich Standardisierung aufgrund bewährter Prozesse für die Modellpflege, aktiver Einbindung der Marktteilnehmer sowie praxisnaher Nutzung der Ergebnisse.

Bei ELBRIDGE handelt es sich um die automatisierte Abbildung bestehender Prozesse im dreistufigen Vertriebsweg. Im Rahmen des LK Digitale Schnittstellen wurden bei Elbridge 1.0/2.0 die Beteiligten umfassend involviert und nach teilweiser, anfänglicher Skepsis hat sich eine breite Zustimmung und positive Erwartungshaltung etabliert.

Ich denke, dass ELBRIDGE 2.0 nach einer Anlaufphase in laufende Geschäftsprozesse integriert sein wird. Dieser Zeitraum wird beispielsweise genutzt für die Justierung technischer Details wie User interface o.ä., wirkt sich aber auch auf Sortimentspolitik und Artikelverfügbarkeiten aus.

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