Elektromobilität ist kein Nischenthema mehr. Laut der aktuellen TÜV Mobility Studie 2026 würde bereits jede vierte Person beim Fahrzeugkauf ein vollelektrisches Modell bevorzugen. Zudem kann sich ein erheblicher Teil der Befragten einen Wechsel vom Verbrenner oder Hybrid zum E-Auto vorstellen.
Ein zentrales Ergebnis der Befragung zur aktuellen Studie des TÜV: Die Anforderungen an Mobilität sind klar definiert. Aus Sicht der Teilnehmer soll sie vor allem sicher, zuverlässig, gesund und bezahlbar sein. Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft jedoch vielerorts noch eine Lücke. So kritisieren zwei Drittel der Befragten den Zustand von Straßen, Radwegen und Gehwegen an ihrem Wohnort. Zudem werden Defizite bei Radfahrstreifen, Stellplätzen sowie bei barrierefreien Ampelanlagen und Querungen genannt. Besonders der öffentliche Nahverkehr wird vielfach als unzureichend bewertet. Vor allem in ländlichen Regionen wünschen sich die Menschen ein besseres Angebot. Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass die Bedürfnisse von Kindern, älteren Menschen und Personen mit Beeinträchtigungen bei der Gestaltung der Verkehrsinfrastruktur bislang nicht ausreichend berücksichtigt werden. Die Studie zeigt damit einen klaren Trend: Sicherheit und Barrierefreiheit gewinnen für viele an Bedeutung. Verbesserungen bei Fuß- und Radwegen sowie ein leistungsfähiger öffentlicher Personennahverkehr zählen zu den wichtigsten Erwartungen an die Verkehrspolitik.
Auto bleibt dominant, neue Mobilitätsformen gewinnen an Bedeutung
Trotz aller Diskussionen über alternative Verkehrskonzepte bleibt das Auto das meistgenutzte Verkehrsmittel. Daneben spielen Zufußgehen, Bus und Bahn sowie das klassische Fahrrad weiterhin eine wichtige Rolle im Mobilitätsmix der Bevölkerung. Gleichzeitig etablieren sich neue Angebote zunehmend im Alltag. Dazu zählen insbesondere Pedelecs, E-Scooter und Lastenräder. Interessant ist dabei der Blick auf die regionalen Unterschiede: Während Pedelecs vor allem in Klein- und Mittelstädten verbreitet sind, dominieren in den Metropolen weiterhin klassische Fahrräder. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Mobilitätsbedürfnisse je nach Wohnort
und Infrastruktur unterschiedlich ausgeprägt sind.
Den gesamten Beitrag finden Sie in der Oktober-Ausgabe der ElektroWirtschaft: 10/2026.








