Im August 2026 exportierte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie Waren im Wert von 21,6 Milliarden Euro ins Ausland. “Indem der damit verbundene Anstieg um 18,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erneut deutlich über der bisherigen jahresdurchschnittlichen Wachstumsrate lag, hat sich das Tempo hier zuletzt nochmals erhöht”, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.
In den ersten acht Monaten des Jahres beliefen sich die aggregierten Branchenlieferungen ins Ausland auf 185,4 Milliarden Euro – ein Plus von 10,7 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Güter nach Deutschland zogen im August ebenfalls deutlich um 19,3 Prozent gegenüber Vorjahr an auf 22,6 Milliarden Euro. Von Januar bis August 2026 erhöhten sich die Elektroeinfuhren um 9,2 Prozent auf 193,0 Milliarden Euro. Damit stiegen sie in diesem insgesamt aussagekräftigeren Zeitraum etwas langsamer als die Ausfuhren.
Die deutschen Elektroexporte in den EU-Binnenmarkt sind im August 2026 um 21,2 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro gestiegen. Dabei war das Wachstum breit verteilt. So stachen zwar die Lieferungen nach Tschechien (+ 38,5 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro) und Polen (+ 34,5 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro) hervor. Doch auch die Exporte nach Rumänien (+ 26,7 Prozent auf 531 Millionen Euro), Portugal (+ 26,2 Prozent auf 211 Millionen Euro), Belgien (+ 25,2 Prozent auf 535 Millionen Euro), Ungarn (+ 24,1 Prozent auf 701 Millionen Euro), Schweden (+ 23,1 Prozent auf 440 Millionen Euro) und Italien (+ 22,8 Prozent auf 792 Millionen Euro) legten jeweils um mehr als ein Fünftel zu.
Die Ausfuhren nach Frankreich (+ 16,5 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro), Spanien (+ 16,1 Prozent auf 726 Millionen Euro), in die Niederlande (+ 15,4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro), nach Österreich (+ 14,3 Prozent auf 866 Millionen Euro) und in die Slowakei (+ 9,6 Prozent auf 242 Millionen Euro) rangierten ebenfalls deutlich über Vorjahr. Lediglich die Exporte nach Dänemark (- 4,7 Prozent auf 247 Millionen Euro) gaben im August nach.
Im bisherigen Jahresverlauf von Januar bis August kamen die deutschen Elektroexporte in die EU auf 101,8 Milliarden Euro, womit sie 17,5 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert lagen. Auch die Branchenausfuhren in Länder außerhalb der EU legten im August zweistellig zu. Sie wuchsen um 15,6 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro.
Insbesondere konnten die Lieferungen in die USA deutlich gesteigert werden. Die Exporte hierhin beliefen sich im August auf 2,4 Milliarden Euro – ein Plus von 35,6 Prozent. „Tatsächlich war dies jetzt bereits der dritte Monat in Folge mit einem zweistelligen Zuwachs, der die nicht zuletzt zollbedingten Rückgänge aus dem Vorjahr mehr als wettmacht”, so Gontermann.
Ebenfalls hohe Zuwachsraten erzielten die Exporte nach Hongkong (+ 58,9 Prozent auf 247 Millionen Euro), in die VAE (+ 36,6 Prozent auf 211 Millionen Euro), nach Malaysia (+ 29,6 Prozent auf 256 Millionen Euro), UK (+ 24,6 Prozent auf 816 Millionen Euro), Brasilien (+ 22,3 Prozent auf 172 Millionen Euro), Japan (+ 16,3 Prozent auf 266 Millionen Euro), in die Schweiz (+ 11,8 Prozent auf 725 Millionen Euro) und nach Singapur (+ 10,6 Prozent auf 168 Millionen Euro). Auch die Exporte in die Türkei (+ 6,8 Prozent auf 359 Millionen Euro), nach Südkorea (+ 4,9 Prozent auf 265 Millionen Euro) und Mexiko (+ 0,3 Prozent auf 295 Millionen Euro) lagen über Vorjahr.
Dagegen blieben die Ausfuhren nach China mit minus 6,6 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro auch im August rückläufig, ebenso die nach Taiwan ( -11,2 Prozent auf 272 Millionen Euro). Schließlich: In den ersten acht Monaten 2026 beliefen sich die Branchenlieferungen in Drittländer außerhalb der EU insgesamt auf 83,6 Milliarden Euro (+ 3,9 Prozent).








