Welt-Elektromarkt wächst weiter

Der globale Markt für Güter der Elektro- und Digitalindustrie ist 2025 um fünf Prozent auf 5.974 Milliarden Euro gewachsen. „Die Branche profitiert aktuell von weltweit boomenden Investitionen in KI-Infrastruktur sowie den anhaltenden Trends hin zu mehr Elektrifizierung, Digitalisierung oder Automatisierung“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

Für 2026 geht der Verband im Rahmen seines Modells von einem Zuwachs von sieben Prozent aus. Auch im kommenden Jahr soll diese Dynamik anhalten: Für 2027 prognostiziert der ZVEI ein Plus von sechs Prozent. „Damit läge die Entwicklung des Welt-Elektromarkts über seinem langjährigen Wachstumsmittel von plus fünf Prozent per anno seit 1995“, so Gontermann. Wesentliche Risiken bleiben die geopolitischen Unsicherheiten, aber auch voraussichtlich weltweit steigende Zinsen.

Asien ist auch 2025 mit einem Anteil am Welt-Elektromarkt von 59 Prozent und einem Marktvolumen von 3.534 Milliarden Euro der größte kontinentale Markt. Laut ZVEI-Prognose dürfte der Elektromarkt in Asien dieses und nächstes Jahr um jeweils sieben Prozent wachsen.

Innerhalb Asiens kam Chinas Elektromarkt 2025 auf einen Wert von 2.198 Milliarden Euro (+ 6 Prozent gegenüber Vorjahr). „Damit bleibt China der mit Abstand größte Ländermarkt in der Elektro- und Digitalindustrie, der allein knapp zwei Fünftel des globalen Markts auf sich vereint”, sagte Gontermann. Für das laufende Jahr erwartet der ZVEI hier einen Zuwachs von kräftigen acht Prozent. 2027 könnte der chinesische Markt ebenfalls um acht Prozent zulegen.

An dritter Position im globalen Länderranking liegt Japan, dessen Elektromarkt im letzten Jahr auf 321 Milliarden Euro kam. In diesem Jahr könnte der dortige Markt um fünf Prozent und 2027 um vier Prozent zulegen.

Der südkoreanische Elektromarkt belief sich 2025 auf 291 Milliarden Euro (Platz 4 weltweit). Gemäß der ZVEI-Prognose dürfte er in diesem Jahr um sieben Prozent und im nächsten Jahr um fünf Prozent wachsen.

Der gesamtamerikanische Markt für Güter der Elektro- und Digitalindustrie erreichte im vergangenen Jahr 1.311 Milliarden Euro und steht damit für 22 Prozent des Weltmarkts. Für 2026 erwartet der ZVEI ein Wachstum von sechs Prozent, 2027 könnte ein Plus von fünf Prozent folgen.

Der US-Markt kam 2025 auf 941 Milliarden Euro und erzielte so Platz zwei im Länderranking. Die Prognose sieht für 2026 einen Zuwachs von sechs Prozent und für 2027 von fünf Prozent. „Die Annahmen berücksichtigen dabei sowohl den KI-Boom als auch die absehbar fortbestehenden Handelshindernisse“, sagte Gontermann.

Der europäische Elektromarkt belief sich 2025 auf 1.000 Milliarden Euro, was einem Anteil am Welt-Elektromarkt von 17 Prozent entspricht. In diesem Jahr dürfte er um fünf Prozent wachsen, für 2027 prognostiziert der ZVEI einen Anstieg um vier Prozent.

Der deutsche Elektromarkt ist mit 186 Milliarden Euro im Jahr 2025 weiterhin der fünftgrößte weltweit. Laut Prognose entwickelt er sich mit gleicher Rate wie der europäische, also plus fünf Prozent in diesem und plus vier Prozent im nächsten Jahr. „Die Wachstumsschwäche des deutschen Markts scheint damit vorerst überwunden, wenngleich die Dynamik der Spitzengruppe aber weiter nicht erreicht wird“, so Gontermann.

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