Zukunftsthemen im Fokus: Junge Führungskräfte im VEG zu Gast bei Jung

Auf Einladung von Jung reisten die Jungen Führungskräfte im VEG am 17. und 18. September 2026 nach Schalksmühle. Insgesamt 34 Teilnehmer aus 17 Großhandelsunternehmen des Bundesverbands des Elektro-Großhandels (VEG) kamen im Sauerland zusammen. Im Mittelpunkt der Tagung standen aktuelle Herausforderungen der Branche, der Einsatz künstlicher Intelligenz im Elektrogroßhandel sowie der persönliche Austausch innerhalb des Netzwerks.

Einen inhaltlichen Schwerpunkt setzte Lukas Bock von Mercura mit seinem Vortrag zur Frage, wie sich der Großhandel mithilfe von KI neu aufstellen kann. In einem Workshop mit kleinen Teams machten sich die Veranstaltungsteilnehmer zunächst daran, wiederkehrende Tätigkeiten zu identifizieren, die heute viel Zeit und Geld kosten. Anschließend überlegten sie, welche davon durch Automatisierung effizienter gestaltet werden können, um gleichzeitig mehr Freiräume für wertschöpfende und wachstumsrelevante Aufgaben zu schaffen. Potenziale für den Einsatz von KI und automatisierten Prozessen sahen sie unter anderem bei der Bearbeitung von Leistungsverzeichnissen, bei Reklamationen und der Angebotserstellung sowie im Kundensupport und in der technischen Beratung. Daraus entwickelten sich lebhafte Diskussionen darüber, wo Optimierung sinnvoll ist und an welchen Stellen auch künftig persönliche Beratung und Fachkompetenz unverzichtbar bleiben.

Einblicke in die Vertriebsstrategie von Jung gab Vertriebsleiter Marcus Blumberg. Das Unternehmen investiere stark in die Vorvermarktung und spreche gezielt Planer und Architekten an. Dabei gehe es nicht nur darum, Kunden zu gewinnen. Der Anspruch sei vielmehr, Kunden langfristig zu begeistern und „zu Fans zu machen“.

Wie sich dieser Premiumanspruch auch über digitale Kanäle vermitteln lässt, zeigte ein weiterer Beitrag der Marketingreferentin Jana Bogatsch zum Thema Social Media bei Jung. Als Premiummarke wolle das Unternehmen diesen Anspruch auch in seiner Kommunikation sichtbar machen. Gleichzeitig müsse sich die Kommunikation auf veränderte Mediengewohnheiten und immer kürzere Aufmerksamkeitsspannen einstellen. Mit dem zugespitzten Vergleich, die Aufmerksamkeitsspanne des Menschen sei inzwischen kürzer als die eines Goldfischs, verdeutlichte sie die Herausforderung, in sozialen Medien innerhalb kürzester Zeit Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Neue Tradition: Ein Baum für den Gastgeber

Eine neue Tradition riefen die Jungen Führungskräfte bei ihrem diesjährigen Treffen ebenfalls ins Leben. Künftig soll jeder Gastgeber des jährlichen Treffens einen Baum erhalten, der gemeinsam mit den Jungen Führungskräften gepflanzt wird.

„Unser Anliegen war es, etwas zu schaffen, das bleibt. Ein sichtbares Zeichen, das die Jungen Führungskräfte miteinander verbindet und mit uns in Verbindung gebracht wird“, erklärt Silke Dietz von Uni Elektro, eine der Sprecherinnen der Jungen Führungskräfte im VEG.

Der Baum stehe dabei sinnbildlich für Nachhaltigkeit und Wachstum, aber auch für das Schlagen von Wurzeln, das Tragen von Früchten und schließlich das Einfahren einer Ernte. Gleichzeitig soll daraus ein ganz praktischer Nutzen entstehen: Auch die Mitarbeiter des jeweiligen Gastgebers könnten künftig von den Früchten profitieren, beispielsweise in der Mittagspause, beim gemeinsamen Kuchenessen oder nach entsprechender Verarbeitung der Ernte.

Besonders schön sei die Vorstellung, wenn die Jungen Führungskräfte nach einigen Jahren erneut bei einem der Gastgeber zusammenkämen und den inzwischen gewachsenen Baum wiedersehen würden. So entstehe eine Verbindung zwischen dem Wachstum des Baumes, der eigenen beruflichen Entwicklung und der gemeinsamen Zeit innerhalb der Gruppe.

„Zukunft braucht Herkunft“

Am zweiten Veranstaltungstag standen die Geschichte und Entwicklung von Jung im Mittelpunkt. Bei einem Rundgang durch die historische und neu sanierte Gründervilla erhielten die Teilnehmer unter dem Leitgedanken „Zukunft braucht Herkunft“ Einblicke in die Wurzeln des Familienunternehmens. Gleichzeitig richtete sich der Blick auf die heutige internationale Ausrichtung. Vorgestellt wurden unter anderem Showrooms und Referenzprojekte aus aller Welt sowie unterschiedliche Lösungen für die moderne Gebäudetechnik. Ein weiterer Vortrag widmete sich Jung Home, einer auf Mesh-Technologie basierenden Lösung für die smarte Gebäudesteuerung.

Über die Unternehmenspräsentationen hinaus bot die Tagung viel Raum für den Austausch über aktuelle Herausforderungen am Markt. Diskutiert wurden unter anderem der Gebäudetyp E, die Anforderungen der europäischen Gebäuderichtlinie EPBD sowie die zunehmende Bedeutung herstellerübergreifender Kooperationen. Gerade in Bereichen wie Lichtsteuerung und Energiemanagement wurde deutlich, dass umfassende Gebäudelösungen künftig noch stärker das Zusammenspiel verschiedener Systeme und Anbieter erfordern.

Damit verband das Treffen der Jungen Führungskräfte auch in diesem Jahr fachliche Impulse mit dem persönlichen Austausch: von KI und Prozessoptimierung über Vertrieb und Kommunikation bis hin zu den Herausforderungen einer zunehmend vernetzten Gebäudetechnik.

Die Sprecher der Jungen Führungskräfte im VEG Allen Brand (Obeta) und Silke Dietz (Uni Elektro) beginnen bei Jung, die Tradition des Pflanzens eines Erinnerungsbaumes. Marcus Blumberg, Leitung Vertrieb Deutschland (rechts) nahm den Apfelbaum dankend entgegen. (Foto: Jung)

Einen ausführlichen Nachbericht finden Sie in der November-Ausgabe der ElektroWirtschaft.

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