Der TÜV-Verband stellt in seinem Baurechtsreport 2026 fest, dass sich die technische Gebäudesicherheit über nahezu alle Anlagentypen hinweg verschlechtert hat. Besonders bei den Sicherheitsbeleuchtungsanlagen zeigt sich eine deutlich negative Entwicklung.
Die technische Sicherheit vieler Gebäude in Deutschland steht zunehmend auf dem Prüfstand. Der aktuelle TÜV-Baurechtsreport 2026 zeigt, dass bei den wiederkehrend überprüften sicherheitsund brandschutzrelevanten Anlagen im vergangenen Jahr deutlich häufiger Mängel festgestellt wurden als noch zuvor. So wiesen 35,9 Prozent der geprüften Anlagen wesentliche Mängel auf – das sind rund neun Prozentpunkte mehr als 2024 (26,9 Prozent). Weitere 37,2 Prozent der Anlagen zeigten geringfügige Beanstandungen.
Ohne Mängel blieb lediglich gut jede vierte Anlage (26,9 Prozent). Besonders auffällig sind die Ergebnisse bei Lüftungs-, Feuerlösch- sowie Sicherheitsstrom- und Sicherheitsbeleuchtungsanlagen, die zu den Systemen mit den höchsten Mängelquoten zählen. In mehreren sicherheitsrelevanten Bereichen liegt der Anteil mangelhafter Anlagen inzwischen deutlich über 30 Prozent. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Anlagen ab, die die Prüfungen ohne Beanstandungen bestehen. „Die Ergebnisse des aktuellen Baurechtsreports zeigen eine systemische Verschlechterung der technischen Gebäudesicherheit und des Brandschutzes“, sagt Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands. „Gerade in Sonderbauten wie Krankenhäusern, Schulen, Hochhäusern oder Veranstaltungsstätten müssen sicherheitsrelevante Anlagen im Ernstfall zuverlässig funktionieren. Wenn Mängelquoten in nahezu allen Anlagentypen steigen, ist das ein ernstzunehmendes Warnsignal.“
Den gesamten Beitrag finden Sie in der aktuellen Ausgabe der ElektroWirtschaft: 06/2026.








