PwC-Studie 2026: Smart Meter Rollout

Ein Jahr ist vergangen seit der letzten Umfrage zur Standortbestimmung der grundzuständigen Messstellenbetreiber im Kontext des Gesetzes zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW). Wie gestaltet sich nun die Lage der grundzuständigen Messstellenbetreiber? In dieser Zeitspanne hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) das GNDEW-Gesetz veröffentlicht, das einen weiteren Schritt in Richtung einer effizienten und nachhaltigen Energieversorgung darstellt. Der aktuelle Rechtsrahmen stellt grundzuständige Messstellenbetreiber (gMSB) als Schlüsselakteure sowohl in der Förderung der Energiewende als auch in der erfolgreichen Umsetzung des Smart Meter Rollouts in den Mittelpunkt.

Wie bewerten die grundzuständigen Messstellenbetreiber diese Entwicklung? Wie ist das aktuelle Stimmungsbild für den Smart Meter Rollout – und worin bestehen die größten Herausforderungen? Was hat sich seit der letzten Befragung bei der Installation von Smart Metern getan? Die diesjährige Standortbestimmung gibt Antworten auf diese und viele weitere Fragen.

Der Smart-Meter-Rollout tritt in die Skalierungsphase ein

Der verpflichtende Smart-Meter-Rollout hat seine Startphase hinter sich gelassen. Mit der zunehmenden Elektrifizierung sowie regulatorischen Entwicklungen steigen die Anforderungen an Messstellenbetreiber deutlich. Im Fokus steht daher nicht länger der Aufbau der Rollout-Fähigkeit, sondern die Frage, wie steigende Einbauzahlen stabil, effizient und wirtschaftlich bewältigt werden können. Die Studie zeigt, dass sich bereits 57 Prozent der befragten gMSB als überwiegend skalierungsfähig einschätzen, gleichzeitig sieht sich jedoch kein Unternehmen vollständig auf den bevorstehenden Mengenhochlauf vorbereitet.

Operative Exzellenz entscheidet über den Rollouterfolg

Die größten Herausforderungen entstehen häufig bereits vor dem eigentlichen Einbau. Mit einer durchschnittlichen Erstanfahrtsquote von 74 Prozent scheitert etwa jeder vierte Ersteinbautermin. Als häufigste Ursachen nennen die Teilnehmer fehlende WAN-Anbindungen, fehlenden Kundenzutritt sowie den technischen Zustand der Anlagen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die entscheidenden Hebel für einen erfolgreichen Rollout insbesondere in einer besseren Vorbereitung, höheren Datentransparenz sowie einer zielgerichteten Kundenkommunikation liegen.

Von Einzelprozessen zur integrierten Rolloutsteuerung

Die Studie zeigt, dass sich die Branche zunehmend von isolierten Einzelmaßnahmen hin zu einem integrierten Betriebsmodell entwickeln muss. Neben der Einführung zusätzlicher WAN-Technologien wie 450 MHz und Breitband-Powerline gewinnen die Vernetzung von Systemen, standardisierte Prozesse sowie die Steuerung von Dienstleistern an Bedeutung. Mit einem durchschnittlichen Reifegrad von 2,7 von 5 Punkten verfügen die befragten gMSB bereits über wichtige Grundlagen. Für einen flächendeckenden Massenrollout bestehen jedoch weiterhin erhebliche Potenziale bei Automatisierung, Kundenkommunikation und Anlagendokumentation.

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