Grüne Energie, starke Prozesse: Mission to Zero macht Sasbach zukunftssicher

In Sasbach, am Standort von ABB Striebel & John, wo täglich Schaltschränke und Komponenten für die Energieverteilung entstehen, wächst Schritt für Schritt ein Produktionsstandort, der sich selbst mit sauberem Strom versorgt und künftig nahezu ohne fossile Energien auskommen soll. Was vor wenigen Jahren noch Zukunftsmusik war, wird hier zur Realität und macht Sasbach zum jüngsten Motor der globalen „Mission to Zero“ von ABB.

Da die Fertigung und die Produktion etwa ein Fünftel der weltweiten CO2-Emissionen ausmachen, sind die Verbesserung der Energieeffizienz und die Beschleunigung der Elektrifizierung entscheidend für die Erreichung nationaler und europäischer Klimaziele. Der Standort Sasbach zeigt, wie Hersteller Emissionen reduzieren und gleichzeitig einen zuverlässigen, wettbewerbsfähigen Betrieb aufrechterhalten können. Ein wichtiger Baustein dafür ist die Initiative „be efficient“, mit der ABB gezielt Lösungen aufzeigt, um Effizienzpotenziale zu identifizieren, Energieverbräuche transparent zu machen und Verbesserungen systematisch in den Betrieb zu bringt.

In Sasbach spielt Solarenergie eine zentrale Rolle für diesen Wandel. Bereits seit 2020 betreibt der Standort eine Photovoltaikanlage auf dem Bürogebäude. Mit der Installation der großflächigen Solarmodule auf den Werkhallen erreicht die Energieproduktion nun eine neue Dimension. Die rund 3.410 Module erzeugen jährlich etwa 1.500 Megawattstunden grünen Strom. Das reicht aus, um rund 400 Einfamilienhäuser ein Jahr lang zu versorgen. Gleichzeitig vermeidet der Standort damit etwa 550 Tonnen CO₂-Ausstoß pro Jahr. Insgesamt führen die am Standort Sasbach umgesetzten Maßnahmen zusammengenommen zu einer Einsparung von rund 3.786 Tonnen CO₂. Rund 2.700 Tonnen entfallen auf den Bezug von zertifiziertem Ökostrom aus dem Netz, rund 1.086 Tonnen auf jährliche Emissionsminderungen durch Maßnahmen vor Ort. Diese Eigenproduktion deckt künftig fast ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs am Standort und macht den Standort unabhängiger von schwankenden Energiepreisen. Zwei neu errichtete Trafostationen sorgen dafür, dass die erzeugte Energie effizient in die Infrastruktur des Werks integriert wird und eine stabile Versorgung sichergestellt ist.

Modernisierung, die Energie spart – heute und morgen

Parallel zur Energiewende entstand in Sasbach zudem eine neue, hochmoderne Halle für die Pulverbeschichtung. Sie erweitert die Produktionsfläche und ermöglicht ein ressourcenschonendes, energieeffizientes Beschichtungsverfahren. Die neue Anlage arbeitet auf zwei Ebenen, nutzt Wärmerückgewinnung und kommt mit deutlich weniger installierter Wärmeleistung aus. Zusätzliche Effizienzmaßnahmen wurden am gesamten Standort umgesetzt. In Summe haben diese Initiativen die Energieproduktivität gegenüber 2019 deutlich verbessert, den Betrieb spürbar stabilisiert und zugleich die laufenden Kosten reduziert.

Noch in diesem Jahr sollen große Batteriespeicher eingerichtet werden, die überschüssige Solarenergie puffern, Spitzenlasten kappen sowie die Versorgungssicherheit erhöhen. Parallel dazu beginnt die schrittweise Ablösung der gasbetriebenen Heizsysteme durch moderne Wärmepumpentechnologie. Dieser Prozess soll den Standort langfristig nahezu vollständig fossilfrei machen. Sogar die Errichtung einer eigenen Windkraftanlage ist bereits angedacht, um in Zukunft eine vollständige Energieautarkie zu erreichen.

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