Gebäudeautomation als Wachstumsfeld für die Elektrobranche

Smart Living hat in Deutschland den Sprung aus der Nische geschafft und trotz Energiekrise, Inflation und geopolitischer Verwerfungen wächst der Markt für vernetztes Wohnen weiter, wie die aktuelle Studie SmartLiving2Market der Technopolis Group zeigt.

Im letzten Jahr gaben Endnutzer weltweit rund 173 Milliarden US Dollar für gebäudegebundene Smart Living-Anwendungen aus. In Deutschland lag der Umsatz mit Vernetzungs- und Steuerungskomponenten 2024 bei 1,7 Milliarden Euro und soll bis 2029 auf 2,7 Milliarden Euro wachsen – ein Segment, das direkt ins Kerngeschäft der Elektrobranche fällt. Bei Gateways, Hubs und Bedienelementen dominieren deutsche Hersteller wie Bosch, Telekom, Homematic und Gira, während internationale Player wie Amazon, Google und Apple bei Sprachassistenten führen.

Im Zentrum steht die Gebäudeautomation

Gebäude verursachen rund 36 Prozent des deutschen Endenergieverbrauchs, und so rücken sie im Zuge von Energiewende und EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) immer stärker in den politischen Fokus. Die überarbeitete EPBD verschärft Anforderungen an Automatisierung und digitale Gebäudetechnik, mit direkten Folgen für Ausschreibungen und Nachfrage im Elektrohandwerk. Für Betriebe eröffnen sich daraus konkrete, margenstarke Geschäftsfelder: Fernwartung und Predictive Maintenance ermöglichen es, Störungen zu erkennen, bevor sie auftreten, etwa wenn ein Energiemanagementsystem überlastete Stromkreise oder verschleißende Unterbrecher meldet und direkt den Elektriker informiert. Das reduziert Anfahrten, senkt Kosten und schafft Raum für neue Serviceverträge rund um Beratung, Monitoring und Systemintegration.

Den gesamten Beitrag finden Sie in der Ausgabe 08/2026 der ElektroWirtschaft.

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