Für das Jahr 2025 weist das Statistische Bundesamt erneut einen Umsatzrückgang in den E-Handwerken aus. Mit 0,3 Prozent fällt dieser jedoch gering aus. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist ebenfalls rückläufig. Ein Wachstum um 0,5 Prozent zeigt sich indes bei der Zahl der e-handwerklichen Betriebe. Es handelt sich bei den Daten um vorläufige, auf der Handwerksberichterstattung (HWB) beruhende Werte. Die endgültigen Zahlen für 2025 liefert im April 2027 die Handwerkszählung 2025 (HWZ).
„Der demografische Wandel und die wirtschaftliche Situation in Deutschland schlagen sich nicht nur auf die Konjunktur, sondern auch auf die Branchenkennzahlen der E-Handwerke nieder“, fasst Alexander Neuhäuser, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) die Entwicklung der Branchenkennzahlen für das Jahr 2025 zusammen: „Nachdem die Branche bereits 2024 einen Umsatzrückgang zu verzeichnen hatte, zeigen die vorläufigen Daten für 2025 nun erneut einen Rückgang über alle Bereiche hinweg.“ Die Werte werden vom ZVEH auf Grundlage der in der vorläufigen Handwerksberichterstattung (HWB) ausgewiesenen Veränderung unter Berücksichtigung der Handwerkszählung 2024 berechnet.
Insgesamt erwirtschafteten die E-Handwerke 2025 danach einen Umsatz von 88,2 Milliarden Euro – ein Minus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresumsatz (2024: 88,4 Milliarden Euro). Fiel der Umsatzrückgang im Bereich „Elektrotechnik“ mit 0,1 Prozent eher gering aus, war die Informationstechnik deutlich stärker betroffen: Hier sank der Umsatz um 2,8 Prozent.
Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten geht weiter zurück
Rückläufig war 2025 auch die Zahl der in den E-Handwerken sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (2025: 451.050). Grund für den Rückgang in Höhe von 1,2 Prozent ist zum einen der sich vollziehende demographische Wandel. „Gleichzeitig macht sich hier der Einfluss der Wirtschaftskrise bemerkbar“, erklärt der ZVEH-Hauptgeschäftsführer: „So hat – das zeigen auch die Konjunkturumfragen des ZVEH – die Bereitschaft der Betriebe, neue Mitarbeiter einzustellen, in den vergangenen 1,5 Jahren deutlich abgenommen.“ Während der Rückgang im Bereich „Elektrotechnik“ 1,1 Prozent und bei den Elektromaschinenbauern 1,2 Prozent betrug, war er im Bereich „Informationstechnik“ mit 3,1 Prozent überproportional groß.
Zahl der Betriebe – unterschiedliche Entwicklung in drei Bereichen
Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich bei der Zahl der Betriebe. Diese stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent auf 49.113 an (2024: 48.877). Dabei zeigt sich allerdings, dass das Wachstum allein auf den Bereich „Elektrotechnik“ zurückzuführen ist, der um 0,9 Prozent auf 44.975 Betriebe zulegen konnte. Bei der Informationstechnik (IT) und dem Elektromaschinenbau (EMA) ist der Trend weiter negativ (IT: –3,9 Prozent / EMA: –1,7 Prozent).
Prognose für das Jahr 2026
Für 2026 geht der ZVEH zum jetzigen Zeitpunkt von einem leichten Umsatzwachstum von 0,8 Prozent aus. Das prognostizierte Wachstum dürfte allerdings maßgeblich auf Preissteigerungen zurückzuführen sein. Voraussetzung ist zudem, dass die Wirtschaftslage zumindest stabil bleibt. Was die Zahl der in den E-Handwerken sozialversicherungspflichtig Beschäftigten angeht, wird erwartet, dass sich der Negativtrend fortsetzt. Aktuell rechnet die e-handwerkliche Organisation mit einem erneuten Rückgang um 1,1 Prozent. Die Zahl der Unternehmen wird aller Voraussicht nach im kommenden Jahr erneut geringfügig zulegen. Geschätzt wird ein Plus in Höhe von 0,2 Prozent.








