Abwärmenutzung erhöht Akzeptanz von Rechenzentren

Abwärme als Wärmequelle für Wohngebiete: Das führt bei Anwohnerinnen und Anwohnern zu einer höheren Akzeptanz von Rechenzentren, wie eine repräsentative E.ON Umfrage bestätigt. Für fast drei von vier Deutschen (72,5 Prozent) sind Rechenzentren in der unmittelbaren Nähe zu Wohngebieten attraktiver, wenn ihre Abwärme gezielt für kommunale Wärmenetze nutzbar gemacht wird. Rund 78 Prozent der Befragten befürworten daher eine enge Zusammenarbeit zwischen Rechenzentren, Energieversorgern und Kommunen in der Energie- und Wärmewende.

Europas digitale Souveränität und der wirtschaftliche Wohlstand werden immer stärker von KI-Anwendungen und -Kapazitäten beeinflusst. Die Europäische Kommission plant in ihrem „Aktionsplan für den KI-Kontinent“ eine Verdreifachung der Rechenzentrumskapazität in der EU in den nächsten vier bis sechs Jahren. Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz, Cloud Computing und datenintensive Anwendungen treiben europaweit den Energiebedarf in die Höhe. Neue regulatorische Vorgaben an Energieeffizienz, Abwärmenutzung und die Dekarbonisierung der Energieinfrastruktur erhöhen zudem die technischen Anforderungen an Rechenzentrumsbetreiber. Die „Time-to-Power“ – also die Zeitspanne von der Planung bis zum Betrieb eines Rechenzentrums – wird damit zur entscheidenden Kennzahl für europäische Rechenzentrumsprojekte.

Die deutschen Bürger sehen Energieunternehmen daher in der Verantwortung, die Versorgung der digitalen Infrastruktur maßgeblich mitzugestalten. Zwei Drittel der Deutschen (67,3 Prozent) vertrauen auf die Kompetenz von Energieunternehmen, innovative Lösungen für die Energieversorgung der digitalen Infrastruktur wie Rechenzentren zu entwickeln; in Großbritannien ist knapp die Hälfte der Befragten dieser Meinung.

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