Vom 6. bis zum 11. September laden VDE, ZVEH und ZVEI auf der IFA in Berlin dazu ein, sich über Trends in der Elektrobranche zu informieren. Blickfang ist dabei wieder das House of Smart Living der E-Handwerke. Hier wird erstmals gezeigt, wie das Leben im Alltag durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) noch komfortabler und sicherer gemacht werden kann.
Smart Living ist längst im Alltag der Menschen angekommen: Sprachassistenz-Systeme, intelligente Energielösungen und altersgerechte Assistenzsysteme kommen immer öfter zum Einsatz. Was heute schon alles möglich ist und welchen Komfort ein vernetztes Haus seinen Bewohnern bietet, zeigt in diesem Jahr wieder das um zahlreiche Features erweiterte House of Smart Living. Auch die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Wirtschaftsinitiative Smart Living wird hier zu finden sein (siehe Interview auf. S. 44).
Viele Anwendungen in smarten Gebäuden lassen sich durch den Einsatz von KI weiter verbessern und noch stärker auf die Bedürfnisse der Bewohner zuschneiden – so etwa im Bereich der medizinischen Überwachung oder im Energiemanagement. Das zeigt das House of Smart Living auf anschauliche Weise. Smartes Wohnen wird zudem dank Augmented Reality erlebbar: Besucher können ihr Handy nutzen, um Geräte im Haus zu steuern. Wohin die Reise in Sachen „Wohnen der Zukunft“ geht, ist auch für den Nachwuchs interessant. Und so beteiligen sich die Verbände erneut an den Schulklassenführungen von Schule@IFA. Und noch eine Tradition wird fortgesetzt: ARD und ZDF nutzen das Modellhaus wieder als Kulisse, um an drei Tagen von hier aus über die IFA zu berichten.
Der Gemeinschaftsstand von VDE, ZVEH, ZVEI befindet sich in der Zukunfts- und Innovations-Halle IFA NEXT (Halle 26 A, Stand 205).
Aktivitäten am Gemeinschaftsstand
• Tägliche Rundgänge und Führungen durch das House of Smart Living der E-Handwerke
• Führungen für Schulklassen zu Schule@IFA
• Smart Future trifft Friday for Future: Podiumsdiskussion der Wirtschaftsinitiative Smart Living mit Fridays-for-Future-Vertretern, mit Ricarda Lang (Bundesprecherin der GRÜNEN Jugend) und anderen Politikern. Ebenfalls mit dabei: die Vorsitzende der Enquete-Kommission für Künstliche Intelligenz, Daniela Kolbe. Moderiert wird die Veranstaltung von der Fernsehjournalistin Katie Gallus. Freitag, 6. September, ab 14 Uhr
• Energieeffizienz lohnt sich: Ein Parcours der „Nationalen Top Runner Initiative“ des BMWi zeigt spielerisch, wie man noch umwelt- und energiebewusster handeln kann.
• Mit KI unterwegs: Das Sailing Team der TU Darmstadt präsentiert ein für die Überquerung des Atlantiks entwickeltes, energieautarkes Segelboot, das digitale Technologien und KI verbindet.
• Löte Deinen Funkturm: An der Lötstation können Besucher mit Hilfe von Augmented Reality ihren eigenen Funkturm löten.
„Alles, was hier verbaut ist, ist so bereits realisierbar“
ElektroWirtschaft: Seit 2010 ist das House of Smart Living eine Attraktion der IFA – woran liegt das?
Ingolf Jakobi: Das Modellhaus veranschaulicht auf vielfältige Weise, wie sich Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort mit Hilfe smarter Anwendungen verbessern lassen – und das nicht etwa als Zukunftsvision! Alles, was hier verbaut ist, ist so bereits realisierbar. Insofern ist das Haus nicht nur ein Aushängeschild in Sachen Technologie, sondern eben auch für das E-Handwerk, ohne dessen Kompetenzen eine solch komplett vernetzte Lösung nicht umsetzbar wäre.
ElektroWirtschaft: Wo genau kommt in dem Modellhaus KI zum Einsatz?
Ingolf Jakobi: Wir zeigen, wie KI zur Atemluftüberwachung eines Diabetikers eingesetzt werden und bei Bedarf Alarm und eine Notfallkette auslösen kann. Auch lässt sich mittels KI das Energiemanagement im Gebäude effizienter gestalten, weil das System vom Nutzerverhalten lernt und darüber hinaus auf Wetterdaten zugreift. Es lernt, z.B. wann das Elektroauto morgens geladen sein muss und kann den Ladeprozess sogar in günstigere Tarifzeiten verschieben – oder dazu bevorzugt den eigenproduzierten Photovoltaik-Strom verwenden. Auch die verbaute Sprachsteuerung ist intelligent. Eine wichtige Besonderheit ist, dass die Sprachsteuerung nicht cloudbasiert und damit sehr sicher ist.
ElektroWirtschaft: E-Mobilität spielt eine immer wichtigere Rolle – auch im Smart Home?
Ingolf Jakobi: Ja, Elektromobilität ist ein Bereich, in dem sich in den nächsten Jahren viel tun wird und der für das E-Handwerk ein interessantes Betätigungsfeld darstellt. Umso wichtiger ist es, dass die Ladeinfrastruktur ausgebaut wird – sowohl im privaten als auch im öffentlichen Bereich. Der ZVEH hat dazu maßgeblich an der EU-Gebäude-Richtlinie mitgearbeitet, die vorsieht, dass der Ausbau der Infrastruktur in Neu- und Bestandsgebäuden gefördert wird. Auch bieten wir unseren Mitgliedsbetrieben eine Qualifizierung zum E-Mobilität-Fachbetrieb an. Diese vom ZVEH entwickelte Qualifizierung haben schon über 800 E-handwerkliche Betriebe absolviert. Darüber hinaus sind wir Partnerschaften mit dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe und dem ADAC eingegangen, um der E-Mobilität in Deutschland gemeinsam einen weiteren Schub zu verhelfen.








