Unternehmermensch und Visionär

Vom sauerländischen Menden in die Welt: Ulrich Bettermann hat OBO zu einem international erfolgreichen Unternehmen entwickelt. Am 14. Oktober wird er 80.

Wer Visionen hat, dem würde Ulrich Bettermann vermutlich ärztliche Hilfe empfehlen, aber tatsächlich ist der ideenreiche Unternehmer mit Weitblick selbst ein Visionär. Die entschlossene Internationalisierung von OBO Bettermann seit den 1980er Jahren hätte es ohne ihn nicht gegeben. Er formte die bieder gewordene Firma im sauerländischen Menden zu einem weltweit führenden Industrieplayer für Elektroinstallationstechnik. Am 14. Oktober vollendet Ulrich Bettermann sein 80. Lebensjahr. Bei allem Drang mit eigener Jetflotte in die internationale Welt von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, hat er sich und seinem Unternehmen stets die Bodenständigkeit bewahrt. Gefeiert wird der runde Geburtstag des Unternehmermenschen mit geladenen Gästen in der Schützenhalle des Mendener Stadtteils Hüingsen, auch „Bettermannhausen“ genannt, wo der Großvater das Unternehmen 1911 gegründet hat.

Wo Strom fließt, Daten zu führen sind und Energie kontrolliert wird, da setzen Ingenieure und Handwerker weltweit auf das Sortiment der 30.000 Produkte und Lösungen von OBO und seinen 4.500 Mitarbeitern. Die meisten davon arbeiten am Stammsitz Menden und im ungarischen Werk in Bugyi bei Budapest. Den Fortbestand von OBO als Familienunternehmen hat Ulrich Bettermann durch die Gründung von Stiftungen nach Liechtensteiner Recht langfristig gesichert.

Internationalisierung, Wachstum und Innovation

Internationalisierung und Wachstum sind wesentlicher Teil der heutigen OBO-DNA. Anfang 2026 ist in Menden für 100 Millionen Euro ein neues Logistikzentrum auf einer Fläche von 23.000 Quadratmetern, so groß wie vier Fußballfelder, eröffnet worden. Weitere 11.000 Quadratmeter modernster Fertigungserweiterung warten auf die behördliche Genehmigung. An den Produktionsstandorten Ungarn, Schweiz, Großbritannien und Indien ist OBO Bettermann in den vergangenen eineinhalb Jahren um weitere 28.000 Quadratmeter gewachsen. Während die deutsche Wirtschaft seit Jahren schwächelt, hat OBO Bettermann antizyklisch gehandelt und investiert. Auch am größten Fertigungsstandort in Bugyi nahe der ungarischen Hauptstadt Budapest hat OBO im vergangenen Jahr 35 Millionen Euro für eine erweiterte Zentrallogistik und Fertigung aufgewendet.

Die gesamte Cover Story zu Ulrich Bettermann von OBO finden Sie in der neune Ausgabe der ElektroWirtschaft: 10/2026.

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