KfW-Energiewendebarometer: steigende Investitionsbereitschaft in Klimaschutztechnologien

14 Millionen Haushalte nutzen bereits mindestens eine Energiewendetechnologie. Besonders im Trend: E-Autos und Photovoltaik-Anlagen.

Klimaschutz ist für die Menschen in Deutschland ein wichtiges Thema – und das nicht erst, seit der heiße Sommer die Folgen des Klimawandels noch einmal deutlich gemacht hat. So gaben laut aktuellem KfW-Energiewendebarometer 84 Prozent der Haushalte an, dass sie Klimaschutz für wichtig oder sogar sehr wichtig halten (2025: 83 Prozent). Anders als im Vorjahr stieg nun aber auch die Bereitschaft, in Klimaschutztechnologien zu investieren – von 59 Prozent in 2025 auf nun 66 Prozent. Ganz konkret planen allein fünf Prozent der Haushalte innerhalb der nächsten zwölf Monate die Anschaffung einer Energiewendetechnologie. Dazu zählen Wärmepumpen, Aufdach-Photovoltaik- (PV), Solarthermieanlagen, Batteriespeicher, Holzpelletheizungen und Elektroautos. 

Bewegung zeigt sich auch beim Anteil der Haushalte, die bereits mindestens eine Energiewendetechnologie nutzen: Hier gab es einen Anstieg von 1,1 Millionen auf aktuell 14 Millionen. Im Jahr zuvor war der Anstieg mit rund 800.000 Haushalten noch geringer ausgefallen. Das zeigt: Der Hochlauf hat Fahrt aufgenommen. 

Besonders dynamisch entwickelt sich die Nachfrage nach Elektroautos und Aufdach-PV-Anlagen. Der Anteil der Haushalte mit reinem Elektroauto oder Plug-in-Hybrid legte binnen eines Jahres um drei Prozentpunkte auf zehn Prozent zu. 18 Prozent der befragten Haushalte nutzen zudem eine Aufdach-PV-Anlage (2025: 16 Prozent). 55 Prozent dieser PV-Anlagen sind sogar mit einem Batteriespeicher kombiniert. Vor drei Jahren waren es erst 31 Prozent. 

Das Gefälle zwischen Eigentümern und Mietern bei der Nutzung von Energiewendetechnologien bleibt allerdings trotz der Dynamik unverändert hoch. 59 Prozent der Haushalte im eigenen Ein- oder Zweifamilienhaus nutzen mindestens eine Energiewendetechnologie, das sind fast viermal so viele wie Haushalte in Mietwohnungen (15 Prozent). 

Zudem investieren Haushalte mit höherem Einkommen deutlich häufiger in die genannten Zukunftstechnologien als ärmere Haushalte. Angesichts der zunehmenden Verteuerung fossiler Energieträger – nicht zuletzt durch die steigende CO2-Bepreisung – bedeutet diese Spreizung, dass gerade Haushalte mit geringem Haushaltsbudget künftig einem steigenden Kostendruck ausgesetzt sein werden. Immerhin heizen aktuell noch fast zwei Drittel der deutschen Haushalte (63 Prozent) mit Gas oder Öl. Wärmepumpen kommen erst in neun Prozent der Haushalte zum Einsatz.

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