Die deutsche Messewirtschaft zeigt sich trotz Konjunkturschwäche, steigender Kosten und geopolitischer Unsicherheiten widerstandsfähig. Das ist eine zentrale Erkenntnis der neuen Publikation „Auma-Trends 2026/2027“. Demnach sichern vor allem die hohe Internationalität deutscher Messen, digitale Innovationen und der Wandel zu Wissens- und Netzwerkplattformen die Wettbewerbsfähigkeit des Messestandorts Deutschland.
2025 fanden in Deutschland 304 Messen mit rund 192.000 ausstellenden Unternehmen und 12,75 Millionen Besuchern statt. Die Besucherzahl lag damit leicht über den jeweiligen Vorveranstaltungen. Gleichzeitig sind Rund eine Milliarde Euro an Deutschlands Messeplätzen bis 2029 geplant.
Einen Schwerpunkt der Publikation bildet der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. KI soll die persönliche Begegnung auf Messen nicht ersetzen, sondern durch intelligentes Matchmaking, Leadanalysen und automatisierte Auswertungen ergänzen. Ziel ist es, relevante Geschäftskontakte schneller zusammenzubringen und den Erfolg einer Messeteilnahme besser messbar zu machen.
Wie dies bereits heute funktioniert, zeigt die Koelnmesse mit ihrem Service „Lead+Meet“, der Besucher anhand ihrer Interessen gezielt zu passenden Ausstellern führt. Auch Unternehmen wie SEW-Eurodrive verknüpfen Messekontakte inzwischen direkt mit ihrem CRM-System, sodass Leads teilweise noch während der Veranstaltung an den Vertrieb übergeben werden können.
Nach Einschätzung des Auma entwickeln sich Fachmessen damit zunehmend von klassischen Produktschauen zu Plattformen für Wissenstransfer, Networking und datenbasierte Vertriebsprozesse. Persönliche Begegnungen bleiben zwar der wichtigste Erfolgsfaktor – ihren Mehrwert sollen künftig jedoch digitale Services und KI-Anwendungen deutlich erhöhen.
Quelle: Auma-Trends 2026/2027








