„Vorurteile beseitigt man am besten durch direktes Erleben“

Mennekes will mit dem Blitzpraktikum dem Azubi-Fachkräftemangel entgegenwirken. Im Interview erzählen der technische Ausbildungsleiter Christian Pickhan und der Auszubildende Max Will von ihren bisherigen Erfahrungen.

Industriesteckvorrichtungen und eMobility-Ladelösungen – dafür steht Mennekes. Doch das familiengeführte Unternehmen aus dem Sauerland stellt nicht nur seit über 90 Jahren hochspezialisierte Elektrotechnik her. Es bildet auch von Beginn an aus. Unternehmensgründer Aloys Mennekes beschäftigte schon 1935 einen ersten Lehrling. Mittlerweile hat Mennekes elf technische und kaufmännische Ausbildungsberufe im Programm. Berufe, die wichtig für die Firma sind und dazu beitragen, dass immer alles rund läuft.

Bei einigen technischen Ausbildungsberufen drückt aber seit längerem der Schuh, die Bewerberzahlen sind rückläufig. Ein bei vielen Unternehmen bekanntes Phänomen. Mit dem Blitzpraktikum hat Mennekes einen neuen Weg eingeschlagen, um dem Fachkräftemangel im Azubi-Bereich entgegenzuwirken.

Herr Pickhan, Mennekes bietet mit dem Blitzpraktikum ein Format an, das in der Region nach eigenen Angaben einzigartig ist. Wie entstand die Idee, Schülern in nur zweieinhalb Stunden einen Einblick in technische Ausbildungsberufe zu ermöglichen?

Christian Pickhan: Gewisse technische Ausbildungsberufe sind leider derzeit nicht mehr so gefragt und die Stellen aktuell schwer zu besetzen. Das hat nichts mit den Berufen zu tun. Wir bilden auf hohem Niveau in modernsten Produktionsabteilungen mit spannenden Aufgaben aus. Viele Schüler haben aber ein Zerrbild vor Augen, wenn sie zum Beispiel an den Zerspanungsmechaniker oder den Kunststoff- und Kautschuktechnologen denken. Um den Vorurteilen über schmutzige Finger, Lärm und Schichtarbeit entgegenzuwirken haben wir entschieden, uns als Unternehmen noch weiter als bisher zu öffnen. Vorurteile beseitigt man am besten durch direktes Erleben.

Wie gelingt es Ihnen, Jugendliche für technische Berufe zu begeistern?

Christian Pickhan: Wir haben mit dem Blitzpraktikum einen einfachen Weg gefunden, jungen Menschen Einblicke in unser Unternehmen und unsere Fertigung zu gewähren. Es ist wöchentlich immer mittwochs möglich und über ein Online-Kontaktformular mit wenigen Klicks buchbar. Während des Praktikums können die Jungen und Mädchen direkt mit anpacken, lernen die Aufgaben unserer Facharbeiter kennen und bekommen einen ersten Eindruck von den potenziellen Kollegen.

Das gesamte Interview finden Sie in der neue Ausgabe der ElektroWirtschaft: 07/2026.

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