Sportliche Höchstleistungen im richtigen Licht

Die Beleuchtungsindustrie und die technische Entwicklung im Lichtbereich sind permanenten und schnellen Veränderungen unterworfen. Alexander Horvath, Geschäftsführer der ADT Informationssysteme GmbH, gibt dafür einen Einblick in die Planung von Sportstätten.

Sporthallen gelten heute als multifunktionale Räume. Vom Schul- und Vereinssport bis hin zu Veranstaltungen oder TV-Übertragungen. Welche Anforderungen stellt diese Vielseitigkeit an moderne Beleuchtungskonzepte?

Alexander Horvath: Die Anforderungen an die Qualität und Leistungsfähigkeit von Beleuchtungsanlagen sind in den letzten Jahren – auch durch hochkarätige Sportund Showevents – deutlich gestiegen. Dabei ist zwischen dem regulären Hallenbetrieb und der Nutzung als Eventlocation zu unterscheiden. Im Schul- und Trainingssport sowie bei unterklassigen Veranstaltungen genügen meist einfache Ein-/Aus-Lösungen oder Dimmstufen wie Dali, die vom Hallenpersonal bedient werden können. Dies lässt sich mit einer Basis- und ergänzenden Spielfeldbeleuchtung umsetzen. Bei höherklassigen Ligaspielen und Showevents kommen dagegen professionelle Lichttechniker zum Einsatz. Dafür müssen die technischen Voraussetzungen wie Lichtanschlüsse, Stromverteiler, Absicherungen und Verkabelung vorhanden sein. Soll die Lichttechnik dauerhaft inhouse betrieben werden, sollten Fachleute bereits in die Planung einbezogen werden. Grundsätzlich gilt für alle Anlagen: Flickerfreies Licht, damit bei 4 K- und 8 K-Aufnahmen keine Flimmereffekte sichtbar werden sowie ein hoher CRI (Color Rendering Index) von mindestens 80, idealerweise über 90, für eine natürliche Farbwiedergabe.

Welche typischen Fehler erleben Sie in der Praxis bei der Planung oder Sanierung von Sporthallenbeleuchtungen?

Alexander Horvath: Bei Sporthallen wird meist mit spitzer Feder kalkuliert, sodass oft der günstigste Anbieter den Zuschlag erhält. Dabei werden wichtige Qualitätsmerkmale der Beleuchtungsanlage nicht immer ausreichend berücksichtigt. Die Lichtleistung wird zudem häufig exakt auf die geforderten Werte ausgelegt. Werden beispielsweise 500 Lux verlangt, wird kaum Leistungsreserve eingeplant. Die bei LEDAnlagen übliche Degradation – also der allmähliche Lichtstromrückgang – führt jedoch dazu, dass die Beleuchtungsstärke im Laufe der Jahre sinkt und die Anforderungen möglicherweise nicht mehr erfüllt werden. Eine Reserve von zehn bis 20 Prozent, die über die Dimmfunktion schrittweise genutzt werden kann, schafft hier langfristige Sicherheit.

Das gesamte Interview finden Sie in der neuen Ausgabe der ElektroWirtschaft: 06/2026.

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