ElektroHeldinnen stecken erste Etappenziele ab

Am 29. Mai, dem letzten Tag der ZVEH-Jahrestagung in Warnemünde, lud die im Frühjahr 2026 gegründete Initiative „ElektroHeldinnen“ zu einem Workshop ein. Gemeinsam mit Unternehmerfrauen aus den E-Handwerken wurden Herausforderungen im Arbeitsalltag diskutiert und eine Agenda für die künftige Ausrichtung der Initiative erarbeitet.

Wer sind die „ElektroHeldinnen“? Was will die Initiative erreichen? Und was bringt mir persönlich eine Teilnahme? Antworten darauf sollte ein Workshop geben, zu dem die im Frühjahr 2026 von Elektrohandwerk, -industrie und -Großhandel gegründete Initiative im Rahmen der ZVEH-Jahrestagung in Warnemünde eingeladen hatte. 

Welche Unterstützung wünschen sich Unternehmerfrauen?

17 Teilnehmer/-innen waren am Freitag (29.05.) zusammengekommen und machten sich nach einer kurzen Vorstellung der Initiative durch Gabi Schermuly Wunderlich (ArGe Medien im ZVEH), Maren Cornils (ZVEH) und Nadine Petermann (ZVEI) gemeinsam daran, Anforderungen an beziehungsweise Aufgabenfelder für die Initiative zu sammeln und erste Ziele abzustecken. Dabei stand aufgrund der Zusammensetzung des Workshops – neben Vertreter/-innen aus ZVEI, ZVEH, VDE, von Hager und aus den Landesinnungsverbänden waren diesmal mehrheitlich Unternehmerfrauen aus den E-Handwerken vertreten – vor allem die Frage im Vordergrund, mit welchen Herausforderungen Frauen in Betrieben zu kämpfen haben und welche Unterstützung sie sich von den „ElektroHeldinnen“ wünschen würden.

Gefragt: Coachings und Netzwerkrunden

Schnell zeigte sich in der engagierten Diskussion zudem: Wer einen mittelständischen E-Betrieb mitorganisiert und in dessen Verwaltung – von der Personalführung bis hin zur Finanzbuchhaltung – eingespannt ist, braucht Unterstützung und Austausch. Entsprechend häufig wurden von den Teilnehmern/-innen Weiterbildungsmöglichkeiten, ein besserer Informationsfluss, der auch speziell auf die Zielgruppe zugeschnittenen ist, sowie die Möglichkeit, sich in Gruppen austauschen, Rat geben und coachen zu können als wichtigste Anliegen genannt und in einer Agenda festgehalten.

Wie sich eine solche Roadmap erfolgreich umsetzen lässt, zeigte ein Vortrag von Yvette Dinse von der bundesweiten gründerinnenagentur (bga) zu Beginn der Veranstaltung. Dinse, als Projektleiterin des vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) geförderten Projektes „Frau-Handwerk-Nachfolge“ bestens vernetzt, machte den Teilnehmer/-innen nicht nur Mut, sich mit den „ElektroHeldinnen“ für eine bessere Sichtbarkeit von Frauen in der E-Branche zu engagieren. Sie zeigte auch, wie andere Initiativen diese Herausforderung mit innovativen Praxisansätzen erfolgreich gemeistert haben.

Am Ende der Veranstaltung war auf dem Memoboard eine beachtliche Zahl an Ideen zusammengekommen, die nun in eine Agenda einfließen sollen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Möglichkeit, sich untereinander mithilfe von Networking-Events besser miteinander vernetzen und in wechselnder Besetzung zu Herausforderungen austauschen zu können. 

Wie geht es weiter?

Wer die ElektroHeldinnen live erleben möchte: Die Initiative wird zur gedatec 2026 in Berlin, zur GET Nord 2026 in Hamburg sowie zur elektrotechnik 2027 in Dortmund und zur eltefa 2027 in Stuttgart gemeinsam mit den jeweiligen Messeveranstaltern ein Programm gestalten.

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