Hohe Bau- und Energiekosten, unsichere Rahmenbedingungen und der Druck, Gebäude schneller zu sanieren und smarter zu betreiben – für Steffen Larbig sind dies die Gründe, warum die Branche gerade in Bewegung ist. Im Vorfeld der Light + Building 2026 erklärte der Leiter Brandmanagement, wie die Messe 2026 Orientierung geben will, welche Formate dabei besonders praxisnah sind und warum „Be Electrified“ mehr als nur ein Motto ist.
Welche Neuerungen sind 2026 für die Besucher am wichtigsten und welche davon sind eine Reaktion auf veränderte Marktbedingungen?
Steffen Larbig: Wir sehen aktuell ein Marktumfeld, das von hohen Bau- und Energiekosten sowie unsicheren Rahmenbedingungen geprägt ist. Gleichzeitig gibt es einen enormen Transformationsdruck. Genau deshalb setzen wir bei der Light+Building 2026 klar auf Orientierung, Relevanz und Praxisnähe. Die Besucher sollen konkrete Ankerpunkte erhalten, um tragfähige Entscheidungen zu treffen und Projekte verlässlich umzusetzen. Ein zentraler Ansatz ist die Weiterentwicklung praxisnaher Formate. Neu ist das Power Festival als Erlebnisareal, das auf der Werkstattstraße aufbaut, und gezielt das Elektrohandwerk anspricht. Es bündelt Austausch, Nachwuchsansprache und anwendungsorientierte Inhalte. Zusätzlich bieten wir mit der neuen AI-Lounge Einblicke in den Einsatz von künstlicher Intelligenz im betrieblichen Alltag. Darüber hinaus haben wir unser Matchmaking-Angebot weiterentwickelt, um eine gezielte Vernetzung zu erleichtern und Unternehmen besser mit relevanten Zielgruppen zusammenzubringen. Im Lichtbereich setzen wir mit „The Living Light“ einen komplett neuen Akzent und zeigen Licht als gestaltenden Faktor, der die Lebensqualität, das Wohlbefinden und die Interaktion beeinflusst.
Die Top-Themen „Sustainable Transformation“, „Smart Connectivity“ und „Living Light“ adressieren unterschiedliche Ebenen – Technik, Nutzung, Wirkung. Welcher rote Faden verbindet sie?
Steffen Larbig: Der rote Faden ist unser Claim Be Electrified. Dahinter steht die Überzeugung, dass die Zukunft von Gebäuden und Städten nur im Zusammenspiel von energieeffizienter Technik, digitaler Vernetzung und Licht als gestalterischer und funktionaler Komponente gedacht werden kann. Genau diese Ebenen greifen die drei Top-Themen auf. Sie zeigen, wie technische Innovationen, intelligente Systeme und Lichtgestaltung zusammenwirken, von der Planung über die Umsetzung bis hin zur Nutzung. Gleichzeitig helfen sie, unser Eventprogramm zu strukturieren und Orientierung zu geben.
Was sollen Elektrohandwerk, Großhandel und Industrie idealerweise von der Messe mitnehmen, jenseits von Produktneuheiten?
Steffen Larbig: Im Idealfall nehmen Elektrohandwerk, Großhandel und Industrie vor allem Orientierung und konkrete Ansatzpunkte für die Praxis mit. Es geht darum, besser zu verstehen, welche Lösungen im Zusammenspiel funktionieren, welche Ansätze sich im Alltag bewähren und wie sich Energieeffizienz, Vernetzung und Gestaltung sinnvoll verbinden lassen. Jenseits von Produktneuheiten bietet die Light + Building Einordnung, Austausch und neue Perspektiven. Sie schafft Raum, um Entwicklungen zu bewerten, Erfahrungen zu teilen und Impulse mitzunehmen, die sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiterdenken lassen. Und natürlich geht es auch darum, die Zusammenarbeit weiter zu stärken, enger zusammenzukommen, zuzuhören und sich gegenseitig zu beflügeln.
Das gesamte Interview finden Sie in der aktuellen Ausgabe der ElektroWirtschaft 03/2026.








