OBO Bettermann setzt seinen Wachstumskurs konsequent fort und investiert umfangreich in den Ausbau von Logistik, Fertigung und in internationale Standorte. Allein am Stammsitz im sauerländischen Menden realisiert das Unternehmen derzeit Investitionen von über 100 Millionen Euro. Zentrales Projekt ist ein neues Logistikzentrum mit 23.000 Quadratmetern Fläche sowie eine geplante Fertigungserweiterung um weitere 11.000 Quadratmeter, die aktuell auf ihre Genehmigung wartet.
Das neue Logistikzentrum ist Anfang des Jahres, nach kurzer Bauphase, erfolgreich in Betrieb gegangen und versorgt seither zentral von Menden aus alle OBO-Standorte weltweit. „OBO wächst im In- und Ausland. Mit dem neuen Logistikzentrum und Zentrallager können wir unsere nationalen und internationalen Kunden langfristig zuverlässig und schnell bedienen“, betonte Verwaltungsratspräsident Ulrich Bettermann bei einer Pressekonferenz Anfang Februar am Unternehmenssitz.
Die neue Logistik ist direkt an die Produktion angebunden und befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Metallkompetenzzentrum, das 2025 von 30.000 auf 38.000 Quadratmeter erweitert wurde. Moderne, fahrerlose Transportsysteme sorgen für effiziente Abläufe und kurze Wege. Ein Großteil der Energie stammt aus Solarstrom der unternehmenseigenen Photovoltaikanlagen, die auf dem neuen Gebäude nochmals erweitert wurde. Zusätzlich zu den bereits bestehenden 40.000 Quadratmetern Lagerfläche stehen nun weitere 23.000 Quadratmeter am Standort in Menden-Hüingsen zur Verfügung. Für die Logistik wurden außerdem neue Büro- und Verwaltungsflächen geschaffen, in denen ca. 100 Mitarbeitende im gesamten Bereich tätig sind.
Während große Teile der deutschen Wirtschaft schwächeln, investiert OBO bewusst antizyklisch. Auch international setzt das Unternehmen seinen Expansionskurs fort: In den vergangenen 16 Monaten wuchs OBO an den Standorten in Ungarn, der Schweiz, Großbritannien und Indien um insgesamt 28.000 Quadratmeter. Allein am größten Fertigungsstandort in Bugyi nahe Budapest investierte OBO im vergangenen Jahr rund 60 Millionen Euro in den Ausbau von Zentrallogistik und Produktion. In der Schweiz entstand ein neues Logistikzentrum, in Großbritannien ein komplett neues Werk mit angeschlossener Logistik. Der Standort Indien wird sich planmäßig noch in diesem Jahr flächen- und umsatzmäßig verdoppeln. Auch die Tochtergesellschaften in den USA, welche ebenfalls neue Räumlichkeiten bezogen haben und China verzeichnen eine dynamische Entwicklung.
In Belgien wurde ein neuer, wesentlich größerer Standort gefunden, in Kroatien wurde die Kapazität der Lagerhalle verdoppelt. Der strategische Kurs bleibt klar auf Wachstum ausgerichtet. „Wir streben nach der ersten auch die zweite Umsatzmilliarde an“, erklärte Bettermann. Operativ verantwortet wird diese Strategie künftig von der dreiköpfigen Geschäftsführung mit Prof. Dr. Robert Gröning, Christoph Palausch und Lajos Hernádi. Ulrich Bettermann zieht sich nach fast sechs Jahrzehnten aus der operativen Geschäftsführung zurück, bleibt dem Unternehmen als Verwaltungsratspräsident jedoch weiterhin eng verbunden. Dem Verwaltungsrat gehören neben Andreas Bettermann auch Prof. Dr. Ahmet Yilmaz aus Hagen und der frühere Volkswagen-Vorstand Prof. Dr. Jochem Heizmann aus Ingolstadt an. Nach knapp sechs Jahrzehnten im Unternehmen heißt es für Ulrich Bettermann jetzt zwar, die Dinge etwas ruhiger anzugehen, aber auch: „Niemals geht man so ganz.“








