Die Messe gedatec in Berlin markiert als erste regionale Messe in Deutschland einen Wendepunkt in der Fachmesse‑Landschaft: Erstmals bilden Elektro, SHK und Dach auf einer Plattform gemeinsam die Realität der übergreifenden Zusammenarbeit ab. Projektleiterin Ruth Senitz erklärt, wie die Messe weiterentwickelt wurde und sie zeigt, warum Vernetzung sowie gemeinsame Schnittstellen künftig entscheidend sind.
Die gedatec vereint erstmals Elektro, SHK und Dach auf einem Gelände. Was steckt hinter diesem neuen, gewerkeübergreifenden Ansatz der Messe?
Ruth Senitz: Wir wollten alles bewahren, was die belektro für das Elektrohandwerk bedeutete – und gleichzeitig den Blick über den Tellerrand ermöglichen. Die Praxis zeigt immer deutlicher, dass gewerkeübergreifendes Arbeiten auf den Baustellen Realität ist: Bei PV‑Anlagen arbeiten Dachdecker und Elektroniker zusammen, bei Wärmepumpen SHK und Elektro und bei einem energieoptimierten Haus mit PV-Anlage, Wärmepumpe, Speicher und Wallbox sind alle drei Gewerke beteiligt. Fokus ist nicht das Verschmelzen der Gewerke – die Identitäten und Abgrenzungen bleiben bestehen –, sondern eine engere Verzahnung an den Schnittstellen. Die gedatec bietet dafür eine Plattform, auf der Austausch, Orientierung und gemeinsames Grundwissen unkompliziert möglich sind.
Wie zeigt sich dieser Unterschied im Vergleich zur belektro?
Ruth Senitz: Die gedatec findet erstmals in sechs Hallen statt – drei für Elektro, zwei für SHK und eine für Dach – und wächst damit von 24.000 auf 36.000 Quadratmeter. Zeitlich bleibt das Messeformat wie gewohnt, inhaltlich wird es durch die drei Gewerke deutlich breiter und praxisnäher. Der größte Unterschied zur belektro ist die gewerkeübergreifende Ausrichtung: Elektro bleibt zentral. Neu angesprochen werden SHK‑ und Dachbetriebe sowie deren Innungen und Ausbildungsstätten. Dadurch werden die realen Schnittstellen auf den Baustellen abgebildet. Auch Architekten, Fachplaner, Lichtplaner und TGA‑Planer bleiben wichtige Zielgruppen und profitieren zusätzlich von der Erweiterung.
Das gesamte Interview finden Sie in der neuen Ausgabe der ElektroWirtschaft: 10/2026.








