„Wir müssen da sein, wo unsere ­Leser sind“

Das Jahr 2020 ist nicht nur für die Elektrobranche – dank Light + Building und Co. – ein spannendes Jahr, sondern auch für die ElektroWirtschaft. Seit dem „Livegang“ der ersten Website ist viel passiert, sowohl die Branche als auch das Leseverhalten haben sich gewandelt. Aktuell arbeiten wir an den finalen Zügen unseres jüngsten Webseiten-Relaunches, pünktlich zur Light + Building wird die Seite online gehen. Und damit beginnt die Zäsur: Wir räumen auf. Nicht nur die grafische Darstellung, auch unsere Technik und Routinen im Redaktionsalltag erhalten eine Frischekur. Die Printredaktion hat sich daher mit den Kollegen aus dem digitalen Büro über das Projekt „ElektroWirtschaft 4.0“ ausgetauscht. Annika Egloff-Schoenen, Leitung Digitale Medien und Veranstaltungen, Anastassia Moghaddam, Digital Marketing & Sales, und Lara Leng, Onlineredaktion, verraten erste Details.

ElektroWirtschaft: Der letzte umfassende Relaunch unserer Online-Inhalte lässt sich auf das Jahr 2013 zurückdatieren. Wie hat sich die digitale Welt in den letzten Jahren verändert?

Annika Egloff-Schoenen: Das klassische Printmedium ist nach wie vor das Leitmedium, aber der digitale Bereich zieht nach. Den Spagat zwischen Digital und Print zu meistern, ist eine große Herausforderung. In der heutigen Zeit müssen Inhalte schnell, mobil und trotzdem fundiert zur Verfügung stehen, quasi „on the go“.

ElektroWirtschaft: Mit welchen digitalen Angeboten wartet die ElektroWirtschaft zum aktuellen Zeitpunkt auf?

Anastassia Moghaddam: Neben unserem Online-Auftritt haben wir in den vergangenen Jahren neue Newsletter-Kampagnen gestartet. Der redaktionelle Newsletter wird wöchentlich versendet, zu bestimmten Messen werden Themen-Newsletter erstellt. Zu jeder Ausgabe erscheint außerdem der Chefredakteur-Newsletter. Neben der Inhouse- Produktion von Messevideos und Unternehmensportraits haben wir die Social-Media-Kanäle Facebook, LinkedIn, Twitter und Xing für uns erschlossen. Zudem stehen unsere Monatsausgaben und Themenspecials digital in unserer App zur Verfügung. Das Forum ElektroWirtschaft hat sich als Branchenveranstaltung etabliert und auch das begleiten wir digital. Speziell für den Elektrogroßhandel ist auch die Newsintegration via RSS oder iframe im eigenen Shop, Intranet oder auf der Website möglich. Exklusiv zur Light + Building wird es auch einen digitalen Messeguide als App geben. Aber eins können wir verraten: Es sind noch weitere Projekte in der Pipeline.

Annika Egloff-Schoenen: Die Verknüpfung all dieser Mediakanäle hat hohe Priorität. Für uns als kleiner Verlag ist das eine Herausforderung, welcher wir uns allerdings stellen müssen und wollen. Wir müssen da sein, wo unsere Leser sind – das heißt, wir müssen Inhalte auf ­LinkedIn genauso zur Verfügung stellen wie über klassische Newsletter. Wir wachsen an unseren Aufgaben und Herausforderungen!

ElektroWirtschaft: Wird es im Bereich Content Neuerungen auf der neuen Website geben?

Lara Leng: Tagesaktuelle News mit den wichtigen Themen für die Elektrobranche werden nach wie vor die Seite ausmachen, dieses Angebot werden wir allerdings erweitern. Wir werden uns zusätzlich stärker auf übergeordnete Themen fokussieren und diese für unsere Leser strukturiert aufbereiten. So dass die Geschäftsführer und Inhaber der Elektro­großhandlungen in unserem Angebot genauso fündig werden wie beispielsweise ein Leiter der Lichtabteilung oder ein Außendienstmitarbeiter. Hier haben wir investiert, um Inhalte zielgerichteter ausspielen zu können. Hinzu kommt die Synergie zwischen Online- und Printinhalten, die besser miteinander verknüpft werden als bisher. Um das umzusetzen, haben wir EW+ ins Leben gerufen. So werden beispielsweise exklusive Interviews aus der Printausgabe online zugänglich sein, genauso wie eigens für den Online-Bereich produzierte Inhalte.

ElektroWirtschaft: Welche Ziele stecken hinter der neuen Website?

Annika Egloff-Schoenen: Bereits 2018 haben wir mit einem neuen Corporate Design begonnen und das Logo der Elektro­Wirtschaft neu aufgesetzt. Die neue Website setzt den Ansatz fort und wird moderner, frischer und übersichtlicher. Wir möchten mehr Orientierung und Lesefreude bieten, neue Themenschwerpunkte setzen und exklusive Nachrichten präsentieren. Wir kommen auch der modernen Arbeitsweise entgegen, Inhalte werden selbstverständlich mobil ausgespielt. Die ElektroWirtschaft wird greifbarer und persönlicher, auf allen Ebenen.

ElektroWirtschaft: Und das bedeutet?

Annika Egloff-Schoenen: Zum einen sind wir ein 1911 gegründetes Familienunternehmen in der inzwischen vierten Generation. Wir arbeiten in einem kleinen Team an zwei Standorten zusammen, darauf sind wir stolz und das möchten wir auch zeigen und uns durch Persönlichkeit und Lesernähe differenzieren. Zum anderen wird die Website auch für unsere Leser persönlicher. Die Geschäftsführer haben wenig Zeit, daher werden Informationen kurz und selektiert aufbereitet. Der Abteilungsleiter Licht interessiert sich für sein Fachgebiet, aber weniger für die Sparte der Elektrohausgeräte: Stichwort Zielgruppen-Orientierung. Außerdem stellen wir einen persönlichen Log-In mit vielen Extras zur Verfügung.

ElektroWirtschaft: Kurz vor der Deadline: Stehen bereits die Schweißperlen auf der Stirn?

Lara Leng: Die letzten Monate waren spannend und nervenaufreibend und bestanden aus vielen Wünschen, technischen Reglementierungen, zerknüllten Entwürfen, konstruktiven Ideen und neuen Lösungen. „ElektroWirtschaft 4.0“ ist in diesem Sinne kein Relaunch, sondern der Launch auf ein komplett neues, technisches CMS-System. Aufgrund enger technischer Grenzen waren unsere publizistischen Wünsche in der Vergangenheit nicht immer möglich. Wir freuen uns sehr auf unsere neuen Möglichkeiten und brechen in eine neue digitale Zeit auf. Seien Sie gespannt!

www.elektrowirtschaft.de

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