USA im 1. Halbjahr weiter größter Abnehmer für Elektroindustrie

Die Exporte der deutschen Elektroindustrie haben sich im Juni dieses Jahres erneut schwach entwickelt. Die Ausfuhren gaben nochmals um 3,3 Prozent gegenüber Vorjahr auf 13,0 Mrd. Euro nach. „Im gesamten zweiten Quartal 2013 war der Rückgang – um 0,8 Prozent auf 39,5 Mrd. Euro – allerdings bereits geringer als noch im ersten Vierteljahr, in dem die Ausfuhren um 3,0 Prozent gegenüber Vorjahr auf 38,5 Mrd. Euro sanken“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Im kompletten ersten Halbjahr beliefen sich die Branchenexporte auf 78,0 Mrd. Euro und blieben damit 1,9 Prozent unter Vorjahr.
Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland verfehlten ihren Vorjahresstand im Juni mit 10,3 Mrd. Euro um 5,8 Prozent. Auch hier war der Rückgang im zweiten Quartal mit minus 2,3 Prozent gegenüber Vorjahr auf 33,4 Mrd. Euro niedriger als im ersten mit minus 3,6 Prozent auf 32,9 Mrd. Euro. Von Januar bis Juni dieses Jahres blieben die Elektroeinfuhren mit 66,3 Mrd. Euro drei Prozent unter ihrem Vorjahreswert.
„Mit 6,4 Mrd. Euro führten die USA die Top-10-Abnehmer im ersten Halbjahr 2013 an, auch wenn die Ausfuhren dorthin im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent abnahmen“, sagte Dr. Gontermann. Die Exporte nach China legten dagegen kräftig um 9,2 Prozent auf 6,2 Mrd. Euro zu. Damit belegt die Volksrepublik Platz zwei. Frankreich liegt auf Rang drei. Hier gab es zwischen Januar und Juni aber einen Rückgang um 3,9 Prozent auf 5,4 Mrd. Euro.
 
Insgesamt befanden sich im ersten Halbjahr 2013 unter den zehn größten Abnehmern deutscher Elektroexporte nach den USA und China immer noch acht europäische Länder, davon vier aus dem Euroraum. Gleichzeitig gehören acht der Top-10-Abnehmer der Gruppe der Industrieländer an, zwei  ‒ China und Russland ‒ den Schwellenländern.
Zwar ist Europa mit einem Volumen von 47,3 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2013 noch immer die größte Absatzregion für deutsche Elektroprodukte, zwischen Januar und Juni ging es aber um 3,8 Prozent gegenüber Vorjahr zurück. Nach Asien und Amerika nahmen die Ausfuhren im gleichen Zeitraum dagegen um 0,9 Prozent bzw. 0,6 Prozent zu. „Entsprechend verschieben sich die Exportgewichte weiter dorthin“, so Dr. Gontermann. Insgesamt erreichten die Branchenausfuhren nach Asien im ersten Halbjahr einen Wert von 16,1 Mrd. Euro und nach Amerika von 9,3 Mrd. Euro.
In die Eurozone gingen die Exporte im ersten Halbjahr um 5,8 Prozent auf 23,8 Mrd. Euro zurück. Im Juni zeigten einige Länder hier aber erste Anzeichen einer Erholung. So erhöhten sich die Branchenausfuhren nach Irland um 10,9 Prozent, in die Niederlande um 8,6 Prozent, nach Frankreich um 1,1 Prozent und nach Spanien um 0,6 Prozent. Insgesamt nahmen die Exporte in den Euroraum im Juni 2013 aber noch um 3,6 Prozent auf 4,2 Mrd. Euro ab.

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