Eine Kurzstudie der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen kommt zu dem Schluss, dass bauwerksbezogene Emissionen bei Neubauten in der Regel wesentlich höher sind als bei Sanierungen.
Wenn es um große Projekte wie Bau- und Sanierungsmaßnahmen
geht, kann das Bauchgefühl ein guter Anfang und Anstoß sein,
es sollte jedoch mit belastbaren Zahlen gestützt werden. Genau
die liefert die Kurzstudie der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). „Ziel der Kurzstudie war es, eine bessere
Faktenbasis in die Debatten rund um den Umgang mit dem
Gebäudebestand zu bringen“ erklärt Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB. „Die Ergebnisse stützen die
immer lauter werdenden Forderungen, dass wir mit Blick auf den
Klimaschutz im Bauen dringend wegkommen sollten vom Prinzip
‚Abriss und Ersatzneubau‘. Der Fokus muss auf dem Erhalt und der
klimagerechten Sanierung unserer bestehenden Gebäude liegen.“
Ziel und Methodik
Um Evidenzen in die Debatte um Neubau und Sanierung und die
jeweilige Ökobilanz zu bringen, wurden im Zusammenhang mit
der Reduktion von CO2-Emissionen von Sanierungsmaßnahmen
diese Fragen beantwortet:
• Wie hoch ist der CO2-Ausstoß von Sanierungsmaßnahmen im
Mittel und wie ist dieser im Vergleich zu dem von Neubauten
einzuordnen?
• Zu welchem Zeitpunkt im Gebäudelebenszyklus treten die
meisten CO2-Emissionen von Sanierungsmaßnahmen auf?
• Wie stark unterscheiden sich die CO2-Emissionen von Sanierungsmaßnahmen?
• Ist Abwarten und Nicht-Sanieren eine Option, die auch im
Sinne der Klimaziele sein kann?
Ausgewertet wurden die Gebäudeökobilanzen von 19 DGNB-zertifizierten Sanierungsprojekten, überwiegend Büro- und Verwaltungsgebäude. Drei der Gebäude wurden vor 1951 errichtet, elf
zwischen 1951 und 1990 und fünf zwischen 1991 und 2020. Bei
allen Projekten erfolgten die zuletzt umgesetzten Sanierungsmaßnahmen zwischen 2018 und 2023.
Den gesamten Beitrag finden Sie in der neuen Ausgabe der ElektroWirtschaft: 04/2026.








