Dr. Dirk Jandura ordnet im Editorial der Ausgabe 02/2026 der ElektroWirtschaft die aktuelle wirtschaftliche Lage ein und zeigt auf, warum verlässliche Rahmenbedingungen, unternehmerische Verantwortung und strategische Weitsicht gerade jetzt entscheidend sind – für Handel, Industrie und die gesamte Wertschöpfungskette.
Der Groß- und Außenhandel ist weiterhin in einer schwierigen Lage. Viele mittelständische Unternehmen arbeiten unter hohem Kostendruck, bei schwacher Nachfrage und zunehmender Regulierung. Die Perspektiven bleiben verhalten, eine spürbare wirtschaftliche Entlastung ist nicht erkennbar. Für zahlreiche Betriebe steht nicht die Expansion, sondern die Sicherung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit im Vordergrund.
Die Unsicherheit wirkt sich zunehmend auf Investitionsentscheidungen aus. Unternehmen beschränken sich auf Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen, verschieben Erweiterungen oder neue Projekte. Das ist kein Zeichen mangelnder Investitionsbereitschaft, sondern eine Folge fehlender Planungssicherheit. Wer mit Belastungen rechnen muss, kann unternehmerische Risiken kaum verantworten. Besonders sensibel ist es bei der Unternehmensnachfolge. Der mittelständische Großhandel ist häufig familiengeführt, langfristig ausgerichtet, oft über Generationen gewachsen und eng mit dem Standort verbunden. Vorschläge zur Verschärfung der Erbschaftsteuer verunsichern Eigentümer und Nachfolger gleichermaßen und die Nachfolge droht vom Gestaltungsprozess zum Risikofaktor zu werden – mit der realen Gefahr, dass wirtschaftlich gesunde Betriebe nicht übergeben, sondern aufgegeben werden.
Viele mittelständische Unternehmen finanzieren Investitionen aus eigener Kraft. Eine Reform des Einkommensteuerrechts ist deshalb umso wichtiger, mit einer praxistauglichen Thesaurierungsbegünstigung, damit Unternehmen Eigenkapital aufbauen, investieren und die Nachfolge langfristig absichern können.
Das gesamte Editorial finden Sie in der neuen Ausgabe der ElektroWirtschaft: 02/2026.








