Ob Digitalisierung, KI oder Energiewende: Berufsbilder und damit die Ausbildung wandeln sich rasant. Christin Zimmermann vom Netzwerk Q zeigt auf, welche Future Skills jetzt zählen, inwieweit Auszubildende vorbereitet sind und wie Betriebe ihre Ausbildung zukunftsfähig machen können.
Welche Future Skills sind heute branchenübergreifend unverzichtbar?
Christin Zimmermann: Digitale Kompetenzen stehen heute branchenübergreifend im Zentrum, vor allem der reflektierte Umgang mit Informationen, Daten und KI. Entscheidend ist nicht Spezialwissen, sondern die Fähigkeit, digitale Werkzeuge sinnvoll zu nutzen, Ergebnisse kritisch zu bewerten und Grenzen von Systemen zu verstehen. KI wird damit zur Schlüsselkompetenz. Ebenso wichtig sind kritisches Denken und Problemlösung. In einer komplexen und dynamischen Arbeitswelt reichen Routinen nicht mehr aus – gefragt sind Analysefähigkeit, das Erkennen von Zusammenhängen und eigenständige Lösungsentwicklung. Dazu kommen gemeinschaftsorientierte und transformative Kompetenzen wie Konflikt- und Teamfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft sowie Anpassungsfähigkeit und Resilienz, um mit Veränderungen und Unsicherheiten konstruktiv umgehen und sich kontinuierlich weiterentwickeln zu können.
Wie gut sind Auszubildende auf diese Anforderungen vorbereitet?
Christin Zimmermann: Viele Auszubildende bringen eine gute Grundlage sowie schulische und praktische Vorerfahrungen mit. Doch gibt es Unterschiede bei Branchen und Ausbildungsumfeldern. Kommunikation, Teamarbeit und ein grundlegendes Problemlöseverständnis werden im Ausbildungsalltag gefordert und weiterentwickelt. Digitale Anwendungen sind für die meisten jungen Menschen selbstverständlich, der reflektierte Umgang mit Daten, Informationen und KI-Systemen ist aber noch nicht durchgängig vorhanden. Auch wird der Umgang mit transformativen Kompetenzen noch nicht überall systematisch gefördert.
Das gesamte Interview finden Sie in der neuen Ausgabe der ElektroWirtschaft: 07/2026.








