Gira Akademie stärkt Frauen in der Baubranche

Die Elektrobranche steht unter hohem Veränderungsdruck: Smart Building, Netzwerktechnik und Digitalisierung erhöhen den Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Gleichzeitig wandeln sich die Erwartungen an Weiterbildung. Gefragt sind heute nicht mehr rein technische Schulungen, sondern frische Formate, die Wissenstransfer, Austausch und langfristige Vernetzung miteinander verbinden.

Mit „Gemeinsam stark: Frauen in der Baubranche“ baut Gira im Rahmen der Gira Akademie ein Netzwerk für Frauen in technischen Berufen der Baubranche auf. Den Auftakt bildete ein zweitägiges Präsenzseminar; weitere Treffen und Austauschformate sollen die Community langfristig stärken. Das neue Angebot richtet sich an Elektrikerinnen, Systemintegratorinnen, Planerinnen, Architektinnen und Frauen aus den angrenzenden Gewerken. Im Mittelpunkt stehen die Fachlichkeit und der Austausch auf Augenhöhe – nicht das klassische Frau-Mann-Rollenbild.

„Die Gira Akademie versteht sich als Befähiger“, erklärt Tina Tropp, Trainerin Kundenschulung bei Gira und selbst Meisterin im Elektrotechnikerhandwerk. „Wir möchten einen Raum schaffen, in dem Frauen ihr Wissen erweitern, Erfahrungen teilen und sich langfristig vernetzen können.“

Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigte das erste Treffen im November 2025 in Radevormwald. Knapp 45 Frauen aus unterschiedlichen Bereichen der Baubranche kamen zusammen, um sich fachlich auszutauschen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Im Fokus standen Workshops, Vorträge und Networking ebenso wie praxisnahe Themen aus dem Berufsalltag.

Fachlichkeit statt Rollenbilder

Authentisch ist die Initiative der Gira Akademie, weil sie dank Tina Tropp und ihrer ebenfalls erfahrenen Kollegin Tanja Oschlies-Vole von echter Branchenpraxis getragen wird. Statt allgemeine Rollendebatten zu führen, setzt Gira mit den beiden Frauen auf technisches Fachwissen, konkrete Praxiserfahrung und Austausch auf Augenhöhe.

„Im Arbeitsalltag fehlt oft die Gelegenheit, sich mit anderen Frauen aus der Branche fachlich auszutauschen“, bestätigt auch Tina Eilingsfeld, Inhaberin der Elektro Eilingsfeld GmbH & Co. KG, Meisterin der Elektro-, Energie und Gebäudetechnik und ein Community-Mitglied der ersten Stunde. „Genau das macht das Netzwerk von Gira so wertvoll: Man spricht über konkrete Herausforderungen, teilt Erfahrungen und merkt schnell, dass viele ähnliche Themen beschäftigen. Das gibt Sicherheit – fachlich und persönlich.“

Die Initiative knüpft somit an den übergeordneten Anspruch der Gira Akademie an, Weiterbildung nicht nach der Produktschulung enden zu lassen. Das Unternehmen vermittelt technisches Wissen von Grundlagen bis hin zum Experten-Know-how etwa in KNX, Netzwerktechnik und DALI – und begleitet seine Partner darüber hinaus mit Workshops und praxisnahen Lösungen.

Aus Weiterbildung entsteht Community

So ist aus dem ersten Treffen inzwischen eine aktive Community entstanden. Die Teilnehmerinnen stehen über eine WhatsApp-Gruppe miteinander in Kontakt. Auf der Light + Building in Frankfurt wurde der Austausch fortgeführt: 20 Frauen nahmen dort an einem gemeinsamen Rundgang zu Neuigkeiten und technischen Innovationen teil. Das nächste Live-Treffen ist bereits für November 2026 geplant.

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