Esylux entwickelt, produziert und vertreibt intelligente Automations- und Lichtlösungen. Ende 2018 feierte das Unternehmen ein Doppel-Jubiläum. Im Interview mit der ElektroWirtschaft spricht Geschäftsführer Jürgen Kitz über die Entwicklung des Unternehmens.
ElektroWirtschaft: Bei Esylux fielen Ende 2018 zwei wichtige Eckdaten der Firmengeschichte zusammen. Gründer Peter Kremser blickte auf ein halbes Jahrhundert Unternehmertum zurück. Und: Vor 25 Jahren wurde die Marke Esylux gegründet. In welchen Schritten entwickelte sich das Unternehmen? Wo liegen die Meilensteine?
Jürgen Kitz: Nachdem Automation und Beleuchtung von Beginn an den Erfolg von Esylux bestimmten, war die Einführung des Präsenzmelders zweifellos ein Meilenstein. Schließlich reicht sein Energieeinsparpotenzial noch viel weiter als das des Bewegungsmelders. Hervorzuheben ist zudem unser Start in die intelligente Innenbeleuchtung 2015. Seitdem entwickeln wir aufeinander abgestimmte Lösungen aus beiden Geschäftsfeldern für Büros, Bildungsstätten und Gesundheitseinrichtungen.
ElektroWirtschaft: Welche Werte sind für das Unternehmen kennzeichnend?
Jürgen Kitz: Mit unseren Lösungen wollen wir Lebensqualität und Energieeffizienz an jedem Arbeitsplatz verbessern. An diesem Anspruch messen wir uns natürlich auch unternehmensintern, weshalb in unseren Büros Präsenzmelder und biologisch wirksame Lichtsysteme installiert sind und eine bedarfsgesteuerte Lüftung das Raumklima verbessert. Einer unserer Werte im engeren Sinne verpflichtet uns, unsere Arbeit in allen Bereichen ständig zu optimieren.
ElektroWirtschaft: In welchen Technikbereichen liegen Ihre Kernkompetenzen?
Jürgen Kitz: Insbesondere im Bereich der elektronischen Steuerung. Dies ist auch einer der Gründe, weshalb wir uns auf Beleuchtung mit LED konzentrieren, die selbst ein Stück Elektronik ist und sich dadurch optimal zur Steuerung eignet. Hinzu kommt, dass unsere Präsenzsensorik die hohe Lebenserwartung der LED optimal ausnutzt.
ElektroWirtschaft: Inwieweit beflügelte das Thema Energieeffizienz rund um die Energiewende ihre Entwicklungstätigkeit?
Jürgen Kitz: Die Energiewende hat uns natürlich Auftrieb verschafft, nicht zuletzt durch die Neufassung der EnEV. Zudem engagieren wir uns seit 2012 in der Allianz für Gebäude-Energieeffizienz geea. Produktlösungen, die den Energieverbrauch senken, bildeten übrigens schon das Portfolio von Peter Kremser, als er vor mehr als 50 Jahren sein erstes Unternehmen gründete. Getreu unserem heutigen Motto „Energie nur, wenn sie gebraucht wird“.
ElektroWirtschaft: Was macht für Sie eine intelligente Lichtlösung aus?
Jürgen Kitz: „Intelligent“ steht für eine sensorbasierte Steuerung. Schließlich sind wir kein x-beliebiger Beleuchtungshersteller. Wir kombinieren unsere Lichtlösungen mit einer intelligenten Sensorik und stellen so den Menschen in den Mittelpunkt. Die Sensorik erkennt, was dieser wann braucht, und steuert daraufhin die Verbraucher. Das reicht von einer präsenz- und tageslichtabhängigen Konstantlichtregelung über das Einbinden von HLK bis hin zur SymbiLogic, unserer Umsetzung eines energieeffizienten Human Centric Lighting. Die SymbiLogic integrieren wir in Lichtsysteme mit einfacher Plug-and-play-Installation und einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis. 33 Prozent aller von uns 2018 verkauften Leuchten waren Bestandteil dieser biologisch wirksamen Lichtsysteme.
ElektroWirtschaft: Welche Bedeutung hat für Sie der dreistufige Vertrieb?
Jürgen Kitz: Auch hier stehen wir in einer langen Tradition. Denn als unser Gründer Peter Kremser seine Unternehmerlaufbahn startete, war der dreistufige Vertrieb schon bald sein Erfolgsmodell. Heute realisieren wir im Projektgeschäft partnerschaftlich mit Installateuren und Großhändlern komplette Automations- und Beleuchtungsmodernisierungen und unterstreichen so unser Bekenntnis für den dreistufigen Fachvertrieb. Die Auszeichnung als E-Markenpartner des Jahres 2016 durch den ZVEH war für uns zudem eine besondere Anerkennung, die wir auch als Verpflichtung für die Zukunft sehen.








