Steigende Ölpreise machen das Elektroauto für viele Verbraucher attraktiver. Eine aktuelle Studie von Allianz Trade zeigt: Die Nachfrage nach E-Fahrzeugen zieht in Europa deutlich an. Doch beim Ausbau von Ladepunkten und Stromnetzen wächst der Druck.
Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten haben den Ölpreis wiederholt nach oben getrieben. Für die Elektromobilität wirkt dieser Energieschock wie ein Katalysator. Bereits im ersten Quartal 2026 erreichten batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) neue Marktanteile: 19 Prozent in der Europäischen Union, 23 Prozent in Deutschland und 28 Prozent in Frankreich.
Aus Sicht der Studienautoren sind es vor allem wirtschaftliche Gründe, die viele Verbraucher zum Umdenken bewegen. Nicht nur überschreiten Kraftstoffpreise längst die Marke von zwei Euro pro Liter, auch auch Wartungs-, Reparatur- und Ersatzteilkosten steigen kontinuierlich. Seit 2021 haben sich diese Ausgaben EU-weit um 20 bis 37 Prozent erhöht. Gleichzeitig geben deutsche Haushalte inzwischen sieben bis acht Prozent ihres verfügbaren Einkommens für die Autonutzung aus, in einkommensschwächeren Gruppen sogar mehr als elf Prozent.
Hier punkten Elektrofahrzeuge mit niedrigeren Betriebskosten. Die Energiekosten fallen laut Studie fünf- bis siebenmal geringer aus als bei vergleichbaren Verbrennern. Für Durchschnittsfahrer entspricht das einem Kaufkraftgewinn von vier bis fünf Prozent.
Batterien sind günstiger
Ein weiterer Treiber ist die technologische Entwicklung. Die Kosten für Lithium-Ionen-Batterien sind seit 2010 um 93 Prozent gesunken. Bis 2030 könnten sie auf 60 bis 70 US-Dollar pro Kilowattstunde fallen. Damit rückt ein entscheidender Wendepunkt näher: Elektrofahrzeuge könnten in vielen Segmenten auch ohne staatliche Förderung günstiger werden als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
Den gesamten Beitrag finden Sie in der Oktober-Ausgabe der ElektroWirtschaft: 10/2026.








