Die Peter und Luise Hager-Stiftung hat am 14. Oktober 2026 in Berlin zum 5. Mal den Meister-Gründerpreis verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung Elektromeisterinnen und Elektromeister, die den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und sich als erfolgreiche Unternehmer etabliert haben. Vor Gästen aus Handwerk, Wirtschaft und Politik betonte Jürgen Barke, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie des Saarlandes und stv. Ministerpräsident des Saarlandes: „Einen Handwerksbetrieb zu gründen oder zu übernehmen, braucht Mut und unternehmerische Verantwortung. Der Meister-Gründerpreis zeichnet Menschen aus, die genau diesen Schritt gehen und zugleich Wissen und Erfahrung an die nächste Generation weitergeben. Ich freue mich, dass die Peter und Luise Hager-Stiftung aus dem Saarland heraus einen Wettbewerb mit bundesweiter Strahlkraft geschaffen hat. Den diesjährigen Gewinnern gratuliere ich herzlich.“
Stefan Frevel, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb Hager in Deutschland, hob die zentrale Rolle des Elektrohandwerks für die Energiewende hervor: „Die Zukunft ist elektrisch. Damit die Energiewende gelingt, braucht es Unternehmerinnen und Unternehmer, die Innovationen in die Praxis bringen. Die Preisträger zeigen eindrucksvoll, wie viel Mut, Verantwortung und Gestaltungswille im Elektrohandwerk steckt.
Die Anforderungen an Elektrofachbetriebe wachsen stetig. Themen wie Elektrifizierung, dezentrale Energieversorgung, Ladeinfrastruktur, Energiemanagement und Digitalisierung eröffnen neue Geschäftsfelder und machen das Elektrohandwerk zu einem wichtigen Treiber der Transformation.
Mit dem Meister-Gründerpreis rückt die Peter und Luise Hager-Stiftung
Unternehmerpersönlichkeiten in den Mittelpunkt, die diese Chancen erkennen und ihre Betriebe zukunftsorientiert entwickeln.
Sascha Selinger (IT & Elektro Selinger GmbH, Merdingen) wird für die nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung seines Unternehmens ausgezeichnet. Der Betrieb verbindet handwerkliche Kompetenz mit technischem Fortschritt und engagiert sich besonders für die Nachwuchsförderung durch enge Kooperationen mit Schulen. Darüber hinaus übernimmt das Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung durch die Unterstützung lokaler Vereine und Initiativen. Ein besonderes Merkmal ist die Verbindung von Elektro- und Informationstechnik: Neben dem Meistertitel für Gebäudetechnik besitzt Selinger auch den Meisterabschluss in der Informationstechnik und setzt damit konsequent auf die Anforderungen einer zunehmend digitalen
Zukunft. Das Preisgeld soll in die Weiterbildung der Mitarbeitenden im Bereich Informationstechnik sowie in die Verbesserung der Aufenthaltsräume investiert werden.
Tobias Noll (Elektrotechnik Noll GmbH, Großbottwar) wird für sein herausragendes Engagement für das Elektrohandwerk sowie die erfolgreiche Entwicklung seines Unternehmens ausgezeichnet. Als engagiertes Mitglied der Innung und stellvertretender Obermeister übernimmt er bereits heute Verantwortung über den eigenen Betrieb hinaus und setzt sich aktiv für die Interessen des Handwerks ein. Besonders stark engagiert sich Noll in der Nachwuchsförderung. Durch die enge Zusammenarbeit mit Schulen sowie die Betreuung von Auszubildenden und Praktikanten leistet sein Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung. Mit sechs Mitarbeitenden, zwei Auszubildenden
und fünf Praktikanten ist die Förderung junger Talente fest in der Unternehmenskultur verankert. Gemeinsam mit seiner Partnerin Lisi Rothfuß entwickelt er den Betrieb kontinuierlich weiter und schafft ein motivierendes Arbeitsumfeld. Das Preisgeld möchte Noll in den Aufbau einer zweiten Führungsebene, die Weiterbildung seiner Mitarbeitenden, die Qualifizierung zum Sachverständigen für Photovoltaikanlagen sowie die Förderung angehender Meister investieren.
Mike Johrden und Heiko Stöcker (JSeTech GmbH, Hennef) werden für ihre innovative Unternehmensführung und die konsequente Ausrichtung auf die Zukunft des Elektrohandwerks ausgezeichnet. Die JSeTech GmbH verbindet langjährige Erfahrung mit Innovationskraft und treibt die Digitalisierung sowohl in den internen Prozessen als auch in der Aus- und Weiterbildung konsequent voran. Digitale Lernplattformen und eine eigene E-Academy sind dafür beispielhafte Bausteine.








