Eine aktuelle repräsentative ZVEI-Umfrage zeigt: Das Sicherheitsbewusstsein ist unverändert hoch, gleichzeitig verschieben sich die Investitionen und Interessen. Vor allem Videotechnik, Cybersicherheit und moderne Sicherheitslösungen gewinnen für die Deutschen an Bedeutung. Besonders Familien zeigen eine hohe Bereitschaft, in den Schutz ihres Zuhauses zu investieren. Die Ergebnisse machen deutlich: Sicherheit wird zunehmend technologisch gedacht.
Sicherheit im eigenen Zuhause ist für die Deutschen nicht verhandelbar: 84 Prozent der Befragten geben an, dass der Schutz des eigenen Heims einen hohen Stellenwert für sie hat. Damit bleibt das Sicherheitsbedürfnis auf dem sehr hohen Niveau der beiden Vorjahre. Bei den 18- bis 29-Jährigen ist Sicherheit immerhin für rund zwei Drittel ein wichtiges Thema. Mit zunehmendem Alter wächst die Bedeutung deutlich: Höchstwerte gibt es in der Altersgruppe ab 65 Jahren.
Der Blick auf die Motive zeigt: Es geht längst nicht mehr nur um nüchterne, rationale Vorsorge. Zwar nennt jeder zweite Befragte allgemeine Prävention als Grund für Investitionen in Sicherheitstechnik. Gleichzeitig gibt mehr als ein Drittel an, dass ein gestiegenes Unsicherheitsgefühl die Anschaffungsentscheidung beeinflusst. Sicherheit wird damit zu einer Frage von Schutz und Lebensqualität gleichermaßen. Die Menschen möchten Risiken vorbeugen und gleichzeitig das Vertrauen in die Sicherheit ihres unmittelbaren Umfelds stärken. Besonders deutlich zeigt sich dies bei Familien. Haushalte mit Kindern erwägen deutlich häufiger Investitionen in Sicherheitstechnik als Haushalte ohne Kinder.
Vom Einbruchschutz zur vernetzten Sicherheit
Das Interesse an modernen, technologiegestützten Sicherheitslösungen wächst stetig. So etwa bei der Videotechnik: Der Anteil derjenigen, die entsprechende Investitionen erwägen, ist gegenüber 2024 von 26 auf 29 Prozent gestiegen. Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher bieten Kamerasysteme einen deutlichen Mehrwert: Sie schaffen den direkten Blick auf das eigene Zuhause und vermitteln ein hohes Maß an Überblick.
Auch Cybersicherheit behauptet ihren Platz unter den wichtigsten Investitionsfeldern. Mit 27 Prozent liegt sie nahezu gleichauf mit dem Einbruchschutz. Das verdeutlicht, dass Sicherheit heute nicht mehr nur Türen, Fenster und Gebäude umfasst. Der Schutz digitaler Geräte, persönlicher Daten und vernetzter Anwendungen ist für viele Menschen längst selbstverständlich. Auch hier zeigt sich: Sind Kinder im Haus, wird mehr für den Cyberschutz getan. Die Anschaffung einer klassischen Alarmanlage zieht jeder Fünfte in Betracht.
Die Ergebnisse zeigen damit eine klare Entwicklung: Sicherheit wird ganzheitlicher gedacht. Gefragt sind Lösungen, die physische und digitale Risiken gleichermaßen berücksichtigen und den Menschen ein hohes Maß an Schutz und Kontrolle bieten.
Einfluss von Social Media auf Kaufentscheidungen nimmt ab
Vertrauenswürdige Informationen gewinnen bei Investitionsentscheidungen weiter an Gewicht. Empfehlungen von Polizei, Fachstellen oder Beratungsangeboten spielen bei Anschaffungen eine größere Rolle als noch vor zwei Jahren. Dies unterstreicht, wie wichtig kompetente Aufklärung und unabhängige Beratung für die Akzeptanz moderner Sicherheitstechnik sind. Deutlich an Bedeutung verloren haben dagegen Beiträge in sozialen Medien. Sicherheitsentscheidungen entstehen heute stärker aus persönlichen Erfahrungen und qualifizierten Informationen als aus öffentlichen Debatten im Netz.
Ein weiterer wichtiger Befund: Finanzielle Anreize bleiben ein wirksamer Hebel. Steuerliche Entlastungen und öffentliche Förderungen werden von vielen Befragten als geeignet angesehen, zusätzlich in Sicherheitstechnik zu investieren. Die Bereitschaft für mehr Sicherheit ist vorhanden. Attraktive Rahmenbedingungen können dazu beitragen, diese in konkrete Investitionen für die eigene Sicherheit umzusetzen.








