Deutsche Unternehmen erkennen Weiterbildung als wichtigen Erfolgsfaktor, doch besonders bei KI-Kompetenzen, der strategischen Verankerung und den Investitionen besteht weiterhin deutlicher Nachholbedarf.
Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Fachkräftemangel und wirtschaftlicher Druck erhöhen den Bedarf an beruflicher Weiterbildung. Die TÜV-Weiterbildungsstudie 2026 zeigt, dass Unternehmen beim Aufbau von KI-Kompetenzen noch Nachholbedarf haben. Grundlage der Studie ist eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 500 Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitenden in Deutschland.
Bereits 56 Prozent der Unternehmen nutzen generative Künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag. Gleichzeitig haben jedoch erst 27 Prozent ihre Mitarbeitenden zu KI geschult. Jedes zweite Unternehmen sieht einen hohen Weiterbildungsbedarf im Bereich Künstliche Intelligenz. Zugleich stufen 72 Prozent anwendungsnahe KI-Kompetenzen als besonders wichtig ein.
Insgesamt bleibt Weiterbildung für Unternehmen ein wichtiger Erfolgsfaktor: 87 Prozent der Befragten halten sie für wichtig. Dennoch verfügen lediglich 29 Prozent über eine schriftliche Weiterbildungsstrategie. Aus Sicht des TÜV-Verbands sollten Unternehmen den Aufbau von KI-, Digital- und Cyberkompetenzen gezielt vorantreiben und Weiterbildung stärker in ihre Geschäfts-, Personal- und Investitionsstrategie integrieren.
Zugleich fordert der TÜV-Verband bessere politische Rahmenbedingungen. Dazu zählen unter anderem einfachere Förderangebote für Unternehmen, mehr Rechtssicherheit für selbstständige Trainerinnen und Trainer sowie ein moderner Rechtsrahmen für digitale Lernformate.








