Fünf ehemalige Auszubildende, die vom VEG als Beste ausgezeichnet wurden, sprechen über ihre Ausbildung, Motivation und welche Tipps sie heutigen Auszubildenden mitgeben.
Wie verlief Ihr Einstieg ins Berufsleben nach der Ausbildung? Gab es Herausforderungen oder besondere Erfahrungen?
Andreas Diermeier: Der Einstieg ins Berufsleben verlief positiv. Durch die Auszeichnung waren die Erwartungen an mich hoch, was mich zusätzlich motiviert hat. Parallel zum Beruf habe ich ein Fernstudium absolviert, wodurch ich Selbstdisziplin, Belastbarkeit und gutes Zeitmanagement weiterentwickeln konnte. Mein Ziel war es stets, mich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.
Sabrina Kraus: Mein Einstieg war direkt und praxisnah: Schon im zweiten Ausbildungsjahr übernahm ich die Assistenz der Bereichsleitung Vertrieb und wechselte danach nahtlos in die Festanstellung. Früh Verantwortung zu übernehmen, hat mich besonders geprägt.
Lukas Anton Rutka: Nach der Ausbildung bin ich bei Sonepar geblieben und habe ein duales Studium im Bereich „BWL – Handel,
Bau, Haustechnik, Elektro“ abgeschlossen. Der Wechsel zwischen
Hochschule und Praxis war anspruchsvoll, aber genau diese
Verbindung hat mich fachlich und persönlich geprägt.
Julia Vihl: Ich wurde direkt in die Abteilung Vertrieb Lichttechnik
übernommen und konnte früh eigenständig Aufgaben übernehmen. Besonders prägend war die Zusammenarbeit mit erfahrenen
Kollegen, von denen ich viel gelernt habe. Eine wichtige Station
war auch meine Weiterbildung zur Wirtschaftsfachwirtin – möglich durch ein IHK-Stipendium, das ich aufgrund meiner guten Ausbildungsleistungen erhalten habe.
Malte Weißmann: Mein Einstieg ins Berufsleben verlief unkompliziert. Ich freute mich über das Übernahmeangebot und begann
neben der Vollzeitstelle die Fortbildung zum Wirtschaftsfachwirt.
Das war zeitweise sehr herausfordernd, trotzdem würde ich es
genauso wieder machen. Durch die Berufsschule war ich noch ans
Lernen gewöhnt, sodass mir vieles vermutlich leichter fiel, als es
ein paar Jahre später der Fall gewesen wäre.
Welche Stationen haben Sie seit Ihrer Ausbildung durchlaufen und welche Aufgaben oder Positionen übernehmen Sie heute?
Andreas Diermeier: Während meiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann habe ich die klassischen Ausbildungsstationen durchlaufen. Mein Schwerpunkt lag im Vertrieb mit direktem Kundenkontakt an der Theke und am Telefon. Heute bin ich Niederlassungsleiter in Landshut und verantworte Personal-, Kunden- und Organisationsthemen. Ich schätze die Möglichkeit, Mitarbeiter zu fördern und den Erfolg des Standorts mitzugestalten.
Sabrina Kraus: Nach rund anderthalb Jahren in der Assistenz übernahm ich Ende 2022 die Teamleitung des Innendienstvertriebs in Mönchengladbach. Mitte 2024 wechselte ich in den Außendienst Projektvertrieb. Heute betreue ich Groß- und Projektinstallateure aus der Gebäudetechnik und dem Anlagenbau, parallel schließe ich mein berufsbegleitendes Studium ab.
Lukas Anton Rutka: Im dualen Studium konnte ich viele Bereiche kennenlernen – von Marketing und Projektmanagement über Vertrieb und Finance bis zu Supply Chain und Sortimentsmanagement. Besonders wertvoll war ein Praktikum in der Holding in Düsseldorf, das mir später den Einstieg in meinen Wunschbereich ermöglicht hat. Heute arbeite ich im Project Management Office Sales und koordiniere interne Projekte.
Julia Vihl: Nach ersten Erfahrungen in der Lichttechnik absolvierte ich die Weiterbildung und übernahm anschließend im Rahmen der SAP-Einführung Verantwortung als Key User und Trainerin. Heute betreue ich eigenständig Kunden, erstelle Lichtberechnungen und unterstütze bei der Planung individueller Lösungen.
Malte Weißmann: Nach meiner Ausbildung begann ich im Vertriebsinnendienst bei Rexel in Frankfurt und sammelte dort Erfahrungen in der Kundenbetreuung. Gegen Ende meiner Weiterbildung zum Wirtschaftsfachwirt wollte ich ein neues Aufgabenfeld übernehmen. Meine damalige Chefin aus dem strategischen Einkauf machte mich auf eine Stelle im Produktdatenmanagement aufmerksam. Die Position interessierte mich sofort und der Wechsel verlief reibungslos. Im Produktdatenmanagement arbeite ich nun seit knapp drei Jahren und fühle mich nach wie vor wohl. Zu meinen Hauptaufgaben gehören unter anderem das Verwalten und Überwachen aller Produktdaten, das Durchführen von Datenanalysen und die Erstellung zugehöriger Statistiken sowie das Führen von Lieferantengesprächen in Bezug auf die Datenqualität.
Die gesamten Statements der ehemaligen Azubis finden Sie in der neue Ausgabe der ElektroWirtschaft: 07/2026.


