Wir leben in einer Zeit, in der künstliche Intelligenz (KI) immer mehr Arbeitsprozesse übernehmen kann und sich in atemberaubender Geschwindigkeit weiterentwickelt. Man könnte versucht sein zu denken: Wozu noch in Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern investieren, wenn eine KI es ohnehin besser und schneller macht?
Diese Frage stellen sich gerade bestimmt einige Unternehmensverantwortliche. Aber die Antwort ist eine andere, als viele erwarten. Obwohl KI-Systeme immer leistungsfähiger werden, wächst die Bedeutung des Faktors Mensch. Denn KI liefert zwar Antworten – aber sie stellt nicht die richtigen Fragen. Sie optimiert Prozesse – aber sie versteht nicht, warum ein Prozess überhaupt existiert. KI ist lediglich ein Werkzeug, das richtig bedient werden muss. Genau das können gut ausgebildete Fachkräfte. Und deshalb wird es auch zukünftig auf solide berufliche Aus- und Weiterbildung ankommen.
Nur wer Zusammenhänge versteht, kann die richtigen Fragen stellen und die Antworten eines KI-Tools richtig bewerten und einordnen. Ohne das fachliche Fundament ist man der künstlichen Intelligenz hilflos ausgeliefert. Dabei geht es nicht nur um die berufliche
Erstausbildung. Lebenslanges Lernen ist in der Wirtschaft keine Worthülse, sondern im Wettbewerb überlebenswichtig. Energiewende, Smart Building, E-Mobilität – jede Transformation stellt neue Anforderungen an bestehende Belegschaften. Wer seine Beschäftigten nicht kontinuierlich weiterqualifiziert, verliert nicht nur den Anschluss an die Technik, sondern auch an den Markt.
Das gesamte Editorial der neuen Ausgabe, finden Sie hier: ElektroWirtschaft 07/2026.








