Die Branche hofft 2026 auf ein Ende der Flaute.
„Großhandel in der Krise“ und „Situation ist beunruhigend“ – so fassen der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) und sein Präsident Dr. Dirk Jandura die Ergebnisse der aktuellen BGA-Unternehmerumfrage zusammen. Die Stimmung hat sich infolge des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und enttäuschter Erwartungen zum Jahreswechsel 2025/2026 eingetrübt, der Ausblick bleibt verhalten.
Die Groß- und Außenhändler schlossen 2025 mit einem geringen nominalen Plus ab: Die Umsätze lagen nominal 1,2 Prozent und real 0,7 Prozent über dem Vorjahr. Tatsächlich kann aber von Stagnation gesprochen werden, da der noch robuste Konsumgütergroßhandel die schwache Entwicklung im Produktionsverbindungshandel ausglich. Insgesamt kommt die deutsche Wirtschaft nicht in Fahrt und geht in das vierte Jahr ohne signifikante wirtschaftliche Dynamik.
Die Unternehmen rechnen weiterhin mit einer negativen Umsatz- und Ertragsentwicklung, insbesondere im Produktionsverbindungshandel. Wesentliche Ursachen liegen im hohen Wettbewerbs- und Kostendruck, verbunden mit zunehmender politischer Verunsicherung über die weitere wirtschaftliche Entwicklung (unter anderem durch Impulse aus den USA). Die Großhändler investieren verhalten, mit Schwerpunkt auf Digitalisierung und KI. Trotz Fachkräftebedarfs verstärken sich Beschäftigungsabbau und Zurückhaltung bei der Einstellung von Auszubildenden.
Vor dem Hintergrund des verschärften internationalen Rahmens erwartet der BGA von der Politik klare Weichenstellungen für eine wirtschaftspolitische Nachjustierung des Koalitionsvertrages, um Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung zu sichern. Bislang gehen die Maßnahmen weitgehend an den Anforderungen des Großhandels vorbei.
Den gesamten Beitrag finden Sie in der neuen Ausgabe der ElektroWirtschaft: 02/2026.








