Mit der neuen Serie ElektroHeldinnen rücken wir Frauen in der Elektrobranche stärker in den Fokus. Im ersten Teil spricht Christina Geier, Leiterin Building Automation & Home Solutions bei ABB Deutschland, über ihren Weg in die Führungsrolle, über prägende Erfahrungen im Vertrieb und darüber, warum echte Unterstützung im Alltag den entscheidenden Unterschied macht. Ein Gespräch über Praxisnähe, Mut und ein Wir-Gefühl, das Teams stärkt.
Was war Ihr persönlich wichtigster Aha-Moment in der Elektrobranche?
Christina Geier: Für mich gab es zwei prägende Aha-Momente. Der erste war die Erkenntnis, wie wirkungsvoll Technik den Alltag verbessern kann. Sicherheit, Effizienz und Komfort sind für uns nicht nur Leitbegriffe, ich habe im Vertrieb wie auch im privaten Umfeld erlebt, welchen Unterschied durchdachte elektrotechnische Lösungen machen. Eine Freundin sagt bis heute, dass meine Unterstützung bei ihrer Elektroplanung der größte Mehrwert im Haus war, weil ihr das Sicherheit gegeben und vieles vereinfacht hat. Der zweite Aha-Moment war, wie selbstverständlich Frauen in technischen Bereichen erfolgreich sein können. Anfangs hatte ich großen Respekt vor der Branche. Doch die Zusammenarbeit in diesem überwiegend männlichen Umfeld macht mir viel Freude und war für mich fachlich wie persönlich sehr bereichernd.
Sie haben bei Busch-Jaeger als Werkstudentin angefangen, waren dann im Marketing und im Vertrieb tätig und leiten heute das Product Marketing Management für Building Automation & Home Solutions bei ABB Deutschland. Was hat Sie an jedem Schritt besonders gereizt?
Christina Geier: Mich hat an jedem Schritt gereizt, dass ich neue Perspektiven und praktische Erfahrung gewonnen habe. Im Praktikum habe ich erste Einblicke bekommen, wie ein Technikunternehmen funktioniert. Ehrlich gesagt war ich damals unsicher, ob ich als Frau in dieser Branche wirklich Fuß fassen kann. Mit der Werkstudententätigkeit 2013 hat sich das verändert. Die Menschen und die Technik haben mich stärker begeistert, als ich erwartet hätte. Im Master blieb ich im Marketing und durfte früh Projekte mit Kundenkontakt, digitalem Marketing und ein großes Umstrukturierungsprojekt begleiten. Es hat mich fasziniert, technische Inhalte so zu präsentieren, dass daraus klare und wirksame Kommunikation entsteht. Der Wechsel in den Vertrieb war der größte Schritt. Ich bin dankbar für Vorgesetzte, die mich zu diesem Wechsel ermutigt haben. Vier Jahre lang habe ich in Koblenz mein Vertriebsgebiet aufgebaut. Diese direkte Marktperspektive hat mir gezeigt, was Kunden wirklich brauchen. Aus Kunden wurden für mich Partner. Seit etwas mehr als einem Jahr bin ich im Product Marketing Management für Building Automation & Home Solutions zuständig. Das ist für mich die Synthese aus Marketing, Produkt und Markt. Ich kann strategischer arbeiten und bleibe gleichzeitig nah am Kunden. Ohne die Zeit im Vertrieb hätte ich dieses Vertrauen in die Rolle nicht in gleicher Weise entwickelt.
Das gesamte Interview finden Sie in der neue Ausgabe der ElektroWirtschaft: 02/2026.








