Die Versorgung mit Vorprodukten in der Industrie hat sich etwas entspannt. Das ergab eine aktuelle Umfrage des ifo Instituts. Nach 11,2 Prozent im November berichteten im Dezember 7,5 Prozent der Unternehmen von Schwierigkeiten, benötigte Materialien für ihre Produktion zu beschaffen. „Die Verfügbarkeit von Vorprodukten in der Industrie hat sich insgesamt verbessert“, sagt Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen. „Die Lieferketten müssen aber weiterhin aufmerksam beobachtet werden.“
Besonders deutlich sank der Materialmangel in der Automobilwirtschaft: Nur noch 5,6 Prozent der Unternehmen hatten im Dezember Engpässe bei Vorprodukten, nach 27,6 Prozent im November. Die Situation bei den Herstellern von elektronischen und optischen Produkten verbesserte sich merklich: Der Anteil der betroffenen Unternehmen sank von 17,5 auf 10,9 Prozent. Bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen sank der Wert von 16,0 auf 12,2 Prozent.
Trotz der positiven Entwicklung bleibt ein gewisses Risiko bestehen: Die zunehmende Fokussierung vieler Chip-Hersteller auf Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz erhöht die Nachfrage nach bestimmten Vorprodukten und Kapazitäten. Das würde einzelne Industriezweige erneut unter Druck setzen. Vor diesem Hintergrund ist die aktuelle Entspannung zwar ein positives Signal, eine nachhaltige Stabilisierung der Lieferketten ist damit jedoch noch nicht gesichert.







