125 Jahre Obeta: Eine Zeitreise durch Unternehmens- und Zeitgeschichte

Im Rahmen der gedatec in Berlin feierte der Elektrogroßhändler Obeta am 13. Oktober sein 125-jähriges Bestehen. Mit einer multimedialen Zeitreise blickte das Unternehmen auf seine Entwicklung zurück und zeigte dabei, wie eng die eigene Geschichte mit den historischen Ereignissen in Deutschland und insbesondere Berlin verbunden ist. Auch die ElektroWirtschaft war vor Ort.

125 Jahre Unternehmensgeschichte, zwei Weltkriege, die deutsche Teilung und zahlreiche wirtschaftliche wie gesellschaftliche Umbrüche: Bei der Jubiläumsveranstaltung von Obeta in Berlin wurde deutlich, wie sehr die Entwicklung des Elektrogroßhändlers von den Ereignissen seiner Zeit geprägt wurde.

Mit einer Mischung aus historischen Fotografien, Filmsequenzen und Präsentationen führte das Unternehmen durch die verschiedenen Jahrzehnte. Dabei wurden wichtige Meilensteine der Firmengeschichte den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen gegenübergestellt. Die Zeitreise begann mit der Gründung der Oskar Böttcher KG im Jahr 1901 in Berlin und der Einführung des Markennamens Obeta im Jahr 1912. Thematisiert wurden außerdem die Auswirkungen der beiden Weltkriege, die Zerstörung von Betriebsgebäuden und der anschließende Wiederaufbau sowie die besonderen Herausforderungen während der deutschen Teilung. Weitere Stationen waren die Einführung des Selbstbedienungsprinzips 1964, die Expansion nach dem Mauerfall 1989 und der Start des ersten Webshops 1995. Die Präsentation verdeutlichte, wie sich politische und wirtschaftliche Veränderungen auf die Entwicklung des Unternehmens auswirkten. So entstand ein Rückblick, der nicht nur 125 Jahre Unternehmensgeschichte nachzeichnete, sondern zugleich ein Stück deutscher Zeitgeschichte lebendig werden ließ.

Von der Vergangenheit in die Zukunft

In der aktuellen Ausgabe 10/2026 richten die Obeta-Geschäftsführer Thomas Wintels und Dr. Dirk Jandura den Blick auf die Gegenwart und Zukunft des Unternehmens. Im Jubiläumsinterview sprechen sie über mutige Entscheidungen, Innovationen und KI sowie die Herausforderungen durch Energiewende und Fachkräftemangel. Mit einem Augenzwinkern spricht das Führungsduo von der „dreistufigen Weltherrschaft“, wenn es um die Zukunft von Obeta geht. Hinter der selbstironischen Zuspitzung steht ein durchaus ernst gemeinter Anspruch: Auch nach 125 Jahren will der Elektrogroßhändler weiterwachsen, seine Position ausbauen und Veränderungen aktiv gestalten. Hier ein Auszug aus dem Interview:

Eine 125-jährige Unternehmensgeschichte ist im Elektrogroßhandel außergewöhnlich. Worauf sind Sie heute besonders stolz?

Dr. Dirk Jandura: Stolz ist natürlich ein schwieriger Begriff. Nüchtern betrachtet haben wir 125 Geschäftsjahre überstanden. Wenn man sich unsere Geschichte als Berliner Unternehmen anschaut, dann waren darunter zwei Weltkriege, die Hyperinflation, eine blockierte Stadt, die Teilung und Wiedervereinigung, Währungsreformen und eine Pandemie. Wir sind stolz, dass Obeta seit 125 Jahren ein verlässliches Glied in der Kette der dreistufigen Warenverteilung ist.

Thomas Wintels: Nach der Wiedervereinigung kamen Menschen aus dem Osten zu uns, die noch Obeta-Kundenkarten aus der Zeit vor dem Mauerbau hatten, da sie selbst oder bereits ihre Väter Obeta-Kunden waren. Das sind Momente, auf die man stolz sein kann. Wenn heute die dritte oder vierte Generation bei uns einkauft, ist das etwas sehr Schönes und natürlich auch eine große Verpflichtung, damit sie sich bei uns weiterhin gut aufgehoben fühlt.

Das gesamte Interview finden Sie in der Ausgabe 10/2026 der ElektroWirtschaft.

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